EHEC Virus bis jetzt nicht zu stoppen: Immer mehr Infizierte und Todesopfer

Hamburg, den 29.05.2011 um 11:14 Uhr


Hinweis: Zu dieser Mitteilung gibt es HIER ein Update!

Der Darmerreger EHEC, im Volksmund bekannt als der EHEC Virus, breitet sich weiter aus. Zahlreiche Krankenhäuser sind mit EHEC-Verdachtsfällen überfüllt. Leider werden auch immer mehr Todesopfer, bedingt durch die EHEC-Infektion, bekannt - in Norddeutschland waren es allein in den letzten Tagen 8 Personen. Die Zahl der mit dem EHEC Erreger Infizierten steigt stark an. Allein in der Kieler Uni und der Sanaklinik Lübeck werden bereits über 80 Fälle behandelt.

Spanische Gurken stehen im Verdacht, den EHEC Virus zu übertragen.Die EHEC Symptome zeigen sich wie folgt: Nach einer Inkubationszeit von bis zu 8 Tagen führt die EHEC Infektion zu wässrigen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen folgt auch blutiger Stuhlgang. Auch das Auftreten von Bauchkrämpfen ist nicht selten. Besonders tückisch ist eine der weiteren möglichen Folgen: Das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) führt zu Blutarmut, Gefäßschädigung mit Blutgerinnungsstörungen sowie einer Nierenfunktionsstörung. Die Infektion mit HUS verläuft in bis zu 5 % der Fälle bei Kindern tödlich.

Die Sorge in der Bevölkerung über den sogenannten "EHEC Virus" ist präsent, dass Interesse an neuen Informationen und Erkenntnissen über EHEC reißt nicht ab. Das Interesse schwankt regional (s. nachfolgende Grafik). Die norddeutschen Metropolen haben durch die örtliche starke Ausbreitung anscheinend ein erhöhtes Interesse.

Regionales Interesse am EHEC Virus

 

Doch auch derzeit ist über den aggressiven Darmkeim EHEC noch relativ wenig bekannt. In spanischen Gurken wurde er entdeckt, aber auch anderes Gemüse ist im Verdacht, den EHEC Erreger zu übertragen. Die Behandlung beschränkt sich derzeit überwiegend auf die Behandlung der Symptome - zum Beispiel mit einem speziellen Medikament gegen akutes Nierenversagen.

Als Reaktion auf die Nachrichten haben viele Discounter und Supermärkte Salatgurken komplett aus ihrem Sortiment genommen.

Ein Hinweis für alle medizinisch-wissentschaftlich Interessierten: Obwohl in den Medien (auch bei uns) in der Regel von einem EHEC Virus die Rede ist, handelt es sich in Wirklichkeit um eine bakterielle Darminfektion (Klassifikation nach ICD-10).

ph - hamburgportal.de

 

 

Kommentare


Klaus-D. S. schrieb am: 11.06.2011 um 01:27 Uhr
"Auf Ihrer Seite Titels Sie “EHEC Virus bis jetzt nicht zu stoppen: Immer mehr Infizierte und Todesopfer“, u.a. weiter im Text vom „Virus“. Jeder weiß doch inzwischen, dass es sich um ein Bakterium handelt. Es ist traurig, dass Sie sowas verbreiten und durch den Bericht den Eindruck verstärken, das wäre richtig…"

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