Braucht man als Immobilieneigentümer eine Hausverwaltung?


Wer Immobilien besitzt, braucht nicht zwangsläufig eine Hausverwaltung. Anders sieht es allerdings aus, wenn man eine Immobilie innerhalb einer Wohneigentümergemeinschaft (WEG besitzt), also beispielsweise eine Eigentumswohnung in einem Mehrparteienhaus. In solch einem Fall ist die Beschäftigung eines Hausverwalters nicht nur sinnvoll, sondern gemäß §20 Wohneigentumsgesetz sogar gesetzlich vorgeschrieben. Um die Vorteile einer Hausverwaltung zu erkennen, lohnt sich ein Blick auf deren Aufgaben.

Foto von George Becker von Pexels
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Was macht eine Hausverwaltung?

Hausverwalter oder Immobilienverwalter haben unterschiedliche Aufgabengebiete. In der Regel beinhalten diese die organisatorische, die kaufmännische und die technische Verwaltung einer Immobilie. Gerade in einer WEG ist das ein enormer Vorteil, denn die Immobilienverwaltung übernimmt dabei gebündelt komplexe Aufgaben für die einzelnen Eigentümer.

So kümmert sich die Hausverwaltung in der Regel um die Zahlung und faire Verteilung von Rücklagen, um gemeinsame Anschaffungen der Eigentümer oder um die Überwachung von Hausmeisterarbeiten. Auch das Einholen von Handwerker-Angeboten sowie die jährliche Nebenkostenabrechnung der einzelnen Parteien läuft in der Regel über den Schreibtisch eines Hausverwalters. In manchen Fällen übernehmen Hausverwalter sogar den Bereich der Mietverwaltung. Die Verwaltung hat dabei immer im Interesse der Eigentümer zu handeln.

Anforderungen als Eigentümer an die Hausverwaltung

Zwar ist eine Immobilienverwaltung nicht vorgeschrieben, wenn die Immobilie nicht Teil einer WEG ist, dennoch kann es sinnvoll sein, eine Hausverwaltung zu engagieren. Vor allem private Vermieter, die mehr als nur eine Wohnung oder ein Haus organisieren müssen, sollten sich überlegen, wie sich diese Organisation möglichst effizient gestalten lässt. Eine webbasierte Verwaltung von Immobilien ist eine kostengünstige Alternative für Vermieter.

Sie vereinfacht nicht nur die Nebenkostenabrechnung, sondern lässt sich gleichermaßen gut für alle gängigen Immobilienarten verwenden. Gerade im privaten Bereich spart das nicht nur Zeit, sondern vor allem Nerven.

Wer auf eine professionelle Betreuung der Immobilie zurückgreifen muss, sollte sich klar über die individuellen Anforderungen sein und sich auf eine längere Suche gefasst machen: Gute Verwalter für Immobilien in Hamburg sind – ebenso wie im restlichen Deutschland -Mangelware.

Zusammenarbeit

Selbstverständlich kann man die Hausverwaltung jederzeit wechseln, wenn eine Partei den Vertrag kündigt. Man sollte sich jedoch darüber bewusst sein, dass dies immer mit Aufwand und meist auch mit Mehrkosten verbunden ist. Idealerweise strebt man eine langfristige Zusammenarbeit mit einer seriösen Hausverwaltung an. Das ist die beste Voraussetzung dafür, dass die Immobilie nachhaltig und wirtschaftlich organisiert wird und in Schuss bleibt.

Grundqualifikationen

Der Beruf des Hausverwalters genießt keinen Schutz. Das bedeutet, es ist auch keine einheitliche Ausbildung notwendig, die einen für die Tätigkeit qualifiziert. Das mag der Grund für die teils starken Qualitätsunterschiede in der Branche, aber auch für das ungleiche Preisgefüge sein.

Wer eine Immobilienverwaltung anheuert, sollte prüfen, ob eine Grundqualifikation als Immobilienkaufmann oder im Immobilienrecht vorliegt. Quereinsteiger könnten sich auch über Fort- und Weiterbildungen das notwendige Know-how angeeignet haben. Eine kaufmännische Ausbildung sollte jedoch die Mindestqualifikation sein, schließlich ist die kaufmännische Verwaltung der Immobilie ein Kernpunkt der Tätigkeit.

Lage und Referenzen

Es empfiehlt sich, eine Hausverwaltung aus der Nähe zu engagieren, besonders wenn dort die Eigentumsrate gering ist. So sind auch Vor-Ort-Besuche möglich. Des Weiteren sollten Eigentümer Verwalter in Spe um Referenzen bitten, um festzustellen, ob Erfahrung besteht.

Versicherungsschutz

Wer das Vermögen anderer verwaltet, sollte natürlich gut abgesichert sein. Hausverwalter sollten deshalb auf jeden Fall eine Berufshaftpflicht-, genauer gesagt, eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung vorweisen können.

Vergütung

Die angemessene Vergütung von Hausverwaltungen variiert von Region zu Region. Wie man sich denken kann, liegen die Preise in Hamburg im oberen Segment. Eigentümer müssen für die Verwaltung von WEG-Immobilien mit monatlichen Fixkosten zwischen 18€ und 30€ netto rechnen. Bei Einzelimmobilien fallen durchschnittlich 25€ netto pro Monat an. Manche Anbieter berechnen aber auch einen Prozentsatz, meist 5% oder 6% der Kaltmiete. Achtung: Außerordentliche Aufgaben, die mit erheblichem Mehraufwand verbunden sind, werden nach vertraglicher Vereinbarung meist extra abgerechnet.

Kontrollmöglichkeiten

Hausverwaltungen übernehmen eine wichtige Aufgabe. Eigentümer sollten deshalb kein schlechtes Gewissen haben, von ihren Kontrollmöglichkeiten Gebrauch zu machen. Dazu gehört es, sich beispielsweise Originale von Rechnungen oder Kontoauszügen zeigen zu lassen. Ebenso können WEG-Eigentümer auch eine Beratungsfunktion gegenüber der Verwaltung übernehmen. Bei Vertragsabschluss hat man jederzeit die Möglichkeit, sich unnötig oder unfair erscheinende Klauseln erklären zu lassen.

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