3 Tipps zur Pflege von Angehörigen zu Hause


Im Dezember 2021 wies Deutschland 4,97 Millionen Pflegebedürftige auf. Viele Senioren und Seniorinnen bewohnen dabei Pflegeheime. Einige Angehörige entscheiden sich jedoch für die häusliche Betreuung. So können die Familienmitglieder trotz Pflegebedürftigkeit im Kreise der Familie verweilen und erhalten sich ein hohes Maß der Selbstbestimmtheit.

Die Herausforderung: Eine Rund-um-Betreuung kostet Zeit und Energie. So richten die Angehörigen ihren Zeitplan in der Regel vollends auf den Pflegebedürftigen aus, führen dessen Haushalt oder stellen dem Betreuten ein Zimmer in ihrem Haushalt zur Verfügung, bereiten die Mahlzeiten zu, waschen den Pflegebedürftigen und sorgen für Unterhaltung.

Doch was benötigen Angehörige, die ihre Familienmitglieder zuhause pflegen? Und welche Tipps erleichtern die Betreuung?

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Was braucht man für die Pflege zu Hause?

Wer sich dazu entscheidet, eine pflegebedürftige Person zu Hause zu betreuen, sollte entsprechende Vorkehrungen treffen. Ein Rollator, Rollstuhl oder ein Elektromobil erhöht die Mobilität und sorgt dafür, dass der Betreute das Haus eigenständig verlassen kann.

Darüber hinaus können sich ein Toilettenstuhl, eine Toilettensitzerhöhung und Treppenlift als empfehlenswert erweisen. Die Körperpflege erleichtert ein Badewannenlift oder ein Duschsitz. Verbringt der Betreute viel Zeit im Bett, sollten Angehörige auf eine geeignete Matratze setzen oder ein Pflegebett in Erwägung ziehen.

Die Angehörigen von Pflegebedürftigen übernehmen zahlreiche Aufgaben, die Zeit kosten. Unterstützung bieten Pflegehilfe für Senioren in Hamburg. Die Hilfskräfte können auf Wunsch Mahlzeiten zubereiten, die Wäsche waschen, Ausflüge organisieren und umsetzen, den Pflegebedürftigen nach draußen begleiten oder die Körperpflege umsetzen.

Die häusliche Pflege: 3 Tipps für Angehörige

Pflegebedürftige wie Menschen mit Alzheimer, die in einem Pflegeheim untergebracht werden, büßen ihre Selbstständigkeit ein. So können diese ihren Tagesablauf nicht selbst bestimmen, sondern müssen sich nach den zeitlichen Plänen des Pflegepersonals richten.

Auf individuelle Vorlieben wie das Lieblingsessen können die Pflegeheime keine Rücksicht nehmen. Darüber hinaus verfügen die Pflegefachkräfte über wenig Zeit. Intensive Gespräche entstehen aus diesem Grund in der Regel selten.

Deswegen entscheiden sich viele Angehörige für eine häusliche Betreuung. Damit diese reibungslos verläuft, sind einige wichtige Tipps zu beachten!

Tipp 1: eine Entscheidung treffen

Bin ich bereit, meinen Angehörigen zu Hause zu pflegen? Diese Frage sollten sich all jene stellen, die eine häusliche Betreuung in Erwägung ziehen. Dabei sollten sich Interessierte darüber bewusst sein, wie zeitaufwändig die Pflege ausfällt.

Ferner ist es ratsam, zu überlegen, ob der Betreuende die körperlichen und psychischen Voraussetzungen erfüllt, um die Pflege optimal umzusetzen. Denn im Alltag fallen nicht nur die Körperpflege an. Vielmehr verrichten die pflegenden Angehörigen zahlreiche Aufgaben. Zeit für die eigene Familie bleibt unter Umständen nicht.

Um die Pflege zu Hause bestmöglich umzusetzen, sollten Angehörige deswegen eine Entscheidung treffen. Weiterhin kann es hilfreich sein, Unterstützer einzubinden und Aufgaben aufzuteilen.

Tipp 2: Pflegebedürftige motivieren

Waschen, putzen, kochen: Die Pflege Angehöriger umfasst viele Aufgaben und beschränkt sich nicht nur auf die Führung eines Haushaltes. Stattdessen ist es von Bedeutung, den Betreuten zu motivieren und dazu anzuspornen, die eigenen Grenzen auszutesten. Um die körperliche und geistige Fitness zu erhalten, sollten die Pflegebedürftigen entsprechend gefordert werden. So können die Angehörigen Übungen oder Spiele vorschlagen.

Wer sich täglich ausreichend Zeit nimmt, um Gespräche zu führen, sich nach dem Wohlbefinden zu erkundigen und Wünsche oder Ängste zu besprechen, sorgt ebenfalls dafür, dass der Pflegebedürftige geistig fit und motiviert bleibt.

Pflegehilfen können Angehörige dabei unterstützen. So können diese zum Beispiel Gedächtnisübungen durchführen, Spiele spielen oder gemeinsam mit dem Betreuten kleine sportliche Übungen in den Alltag integrieren.

Tipp 3: Hilfe in Anspruch nehmen

Das Duschen und Baden, das Zähneputzen, das Anziehen, das Haarekämmen und die medizinische Versorgung nehmen Zeit in Anspruch. Wer einen Pflegebedürftigen allein betreut, kann häufig nicht alle geplanten Aufgaben ausführen. Der Zeitmangel wiederum führt zu Gewissensbissen.

Betreuende sollten sich deswegen eines bewusst machen: Angehörige Pflegebedürftiger dürfen Hilfe in Anspruch nehmen! Sie können zum Beispiel Aufgaben an Familienangehörige, Fachpflegekräfte oder Pflegehilfskräfte weiterleiten.

Das Fazit – Pflegebedürftige daheim betreuen

Pflegebedürftige Menschen im fortgeschrittenen Alter möchten am liebsten in ihren eigenen vier Wänden verweilen und sich nicht an eine neue Umgebung und fremde Menschen gewöhnen müssen. Um ihren Verwandten diesen Wunsch zu erfüllen, realisieren viele Angehörige die Pflege daheim in Eigenregie.

Wichtig ist, dass sich die betreuenden Personen zunächst Gedanken darüber machen, ob sie dies tatsächlich umsetzen können und welche Hilfsmittel zur Verfügung stehen. So können diese beispielsweise auf Pflegefachkräfte oder Pflegehilfen zurückgreifen oder Familienmitglieder einbinden.

Ein zentraler Bestandteil der häuslichen Pflege ist die tägliche Motivation. So erhalten Pflegebedürftige ihre geistige und körperliche Fitness.

Quelle: Mehr Pflegebedürftige – Statistisches Bundesamt (destatis.de)

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