Medizinische Verwendung von Vaporizern – die effektive Art, Heilkräuter zu nutzen


Photo by Vaporesso on Unsplash
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Wirkstoffe können auf unterschiedliche Weise in den Körper gelangen: etwa durch Spritzen oder Tabletten. Heilkräuter lassen sich überdies auch rauchen. Hier soll die Wirkung besonders rasch einsetzen, denn die Wirkstoffe gelangen über die Lunge sofort ins Blut. Allerdings werden die Kräuter dabei zwangsläufig verbrannt. Das kostet sie einen Teil ihrer wertvollen Wirkstoffe – bei Vaporizern ist das anders.

Nutzung von Vaporizern in der Medizin: schnell und effektiv

Vaporizer oder Vaporisatoren sind Geräte, mit deren Hilfe sich Substanzen verdampfen lassen. Der Unterschied zum Rauchen: Hier verbrennt nichts, denn Verdampfer nutzen eine deutlich niedrigere Temperatur als brennende Zigaretten. In vielen Modellen lässt sich die Temperatur sogar individuell einstellen. Die Medizin macht sich das zunutze: Es bringe dem Patienten Vorteile, die keine andere Methode aufweise. Muss die Wirkung besonders rasch einsetzen, etwa zur Linderung von Schmerz, wird deshalb der Einsatz von Vaporizern immer üblicher.

Innovative Technik für bessere Wirkung

Was neuere von älteren Geräten unterscheidet, ist die Art der Verdampfung. Die Konvektionsmethode ermöglicht eine Feinjustierung der Temperatur. Erfunden in den Neunzigern, merzte diese Methode technische Probleme der Vorgängergeneration aus. Die Substanz im Vaporizer wird dabei nicht mehr direkt erhitzt. Vielmehr erhitzt das Gerät erst die Luft, um sie dann in eine Kammer mit dem Wirkstoff weiterzuleiten – darüber hier mehr Infos.

Erfinder der Methode war 1996 Markus Storz. Seine Firma Storz & Bickel stellt bis heute die beiden einzigen Geräte mit medizinischer Zulassung in Deutschland her. Inzwischen von Canopy Growth übernommen, bleibt der Hersteller in diesem Bereich international führend. Grund dafür ist neben der einfachen Handhabung solcher Vaporizer deren große Vielseitigkeit.

Viele Anwendungsbereiche jenseits von Cannabis und Co.

Nahezu jedes Kraut lässt sich verdampfen. Daher kann auch jedes Heilkraut im Verdampfer Anwendung finden, was eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten eröffnet.

Mögliche medizinische Anwendung von Vaporizern:

  • Erkrankungen der Atemwege
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • chronischer Schmerz
  • Stress, Ängste, Traumata

Unter den Kräutern finden sich alle Klassiker der Naturheilkunde: Kamille, Eukalyptus, Baldrian und Johanniskraut. Einige von ihnen funktionieren als Entzündungshemmer, andere beruhigen oder wirken stimmungsaufhellend. Verdampfen lassen sich neben den reinen Kräutern auch deren Extrakte, Harze oder Tees. Selbst Öle lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen in Vaporizern nutzen.

Rauchen zerstört wichtige Inhaltsstoffe

Wer Kräuter pur raucht, anstatt sie zu verdampfen, riskiert ihre Zerstörung: Eine brennende Zigarette erreicht Temperaturen von mehr als 290 Grad Celsius. Für die meisten Kräuter viel zu hoch, denn dies übersteigt ihren Siedepunkt. Ab diesem Punkt verändern sich die Inhaltsstoffe so, dass es ihre Wirkung beeinträchtigt. Patienten sollten daher den Siedepunkt der jeweiligen Pflanze gut kennen.

Wichtig: Einfache Vaporizer sind zwar preiswerter. Dafür haben sie jedoch eine unveränderbare, voreingestellte Temperatur. Häufig liegt sie bei 190 Grad Celsius, was den Siedepunkt vieler Kräuter schon übersteigt.

Vaporizer sollen gesünder als andere Methoden sein

Richtig angewandt, soll der Verdampfer überdies gesünder sein. Er erzeuge weder Teer noch andere schädliche Substanzen wie beim Rauchen.

Auf einen Blick: Vorteile von Vaporizern

Echter medizinischer Vaporizer benötigt Zulassung

Gesetzliche Krankenkassen zahlen in Deutschland nur zwei Modelle: ein Tisch-Modell und ein tragbares Modell. Beide verfügen über eine Zulassung als Medizinprodukt. Im Hilfsmittelkatalog nicht enthalten, muss bei Bedarf ein Antrag auf Kostenübernahme bei der zuständigen Krankenkasse gestellt werden. Besonders verbreitet im Bereich Medizinalcannabis, lassen sich damit auch CBD-Blüten verdampfen.

Fazit: Vaporizer könnten Heilprozesse unterstützen

Dass Heilkräuter dem Menschen guttun, ist seit Langem bekannt. Mithilfe von Vaporizern lässt sich dieses Wissen noch besser nutzen: Weil Kräuter auf schonende Art nutzbar gemacht werden, bleiben alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten. Patienten bekommen mit Vaporizern eine sparsame, möglicherweise effektive und rasche Unterstützung bei vielen gesundheitlichen Problemen.

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