Mit Gruppensport kreativ durch die Krise


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Der Sommer neigt sich langsam dem Ende, doch dem sportlichen Betrieb an der Außenalster tut das keinen Abbruch. Obwohl die üblichen Laufwettbewerbe durch Corona allesamt ins Wasser fielen, bleiben Hamburgs Jogger ihrer Strecke an der Alster treu. Vom aggressiven Supersportler bis zum Kinderwagen schiebenden Familienvater – sie alle eint die Liebe zur Außenalster. Der nochmals gestiegene Zulauf an emsigen Joggern ist sicher dem Lockdown und einem gestiegenem Gesundheitsbewusstsein zuzusprechen.

Der Stadt wurde es bereits im April zu viel, sie sah die Abstandseinhaltung gefährdet. Seitdem sollte eine gekreidete Mittellinie für Recht und Ordnung sorgen. Es ist fraglich inwiefern die Linie den tatsächlichen Laufbetrieb verändert hat, aber sie setzt ein wichtiges Zeichen: Auch der sonst erbarmungslose Ironman-Läufer sollte nun Rempeleien vermeiden und Abstand halten. Wer sich an die Abstandsregelung von 1,5 Metern hält, der kann problemlos seine übliche Strecke entlang joggen.

Gruppensport trotz Corona?

Aber was ist mit Laufgruppen? Wer sich nicht allein zum Sport motivieren kann, verabredet sich gern zum unverbindlichen Gruppensport. Über ein paar Klicks bei Facebook landet man in einer passenden Gruppe und trifft sich kurzerhand am Alsterufer. Gerade in Großstädten wie Hamburg ist es nicht immer leicht neue Leute zu kennenlernen – Facebookgruppen und verschiedene Apps wie Meetup erleichtern vielen Großstädtern den sozialen Anschluss.

Seit Corona herrscht bei Vielen eine große Unsicherheit inwiefern solche Treffen noch angemessen oder erlaubt sind. Prinzipiell ist Gruppensport seit Mitte Mai wieder erlaubt, solange der vorgeschriebene Abstand eingehalten wird. Wo anfänglich vielleicht noch Unsicherheit herrschte, gewöhnen sich immer mehr Menschen an die neuen Regeln. Wer sportliche Ambitionen hat, der lässt sich nicht von der Distanz zum Nebenläufer aufhalten.

Die gemeinsamen Ziele gehen ohnehin nicht verloren – idealerweise wächst sogar das Gemeinschaftsgefühl daran. Gemeinschaft findet nun neue Wege sich auszudrücken, denn Kommunikation funktioniert offensichtlich auch über Distanz.

Kreativ durch die Krise

Der Joggingbetrieb an der Alster hat bereits neue Form angenommen. Der Anblick, der sich bietet, ähnelt den Zuständen vor Corona – der einzige Unterschied: Die Jogger halten Sicherheitsabstand, ähnlich wie im Straßenverkehr. Laufgruppen sind trotzdem als solche zu erkennen, sie kommunizieren jetzt eher über Gesten und Blickkontakt. Manche drücken sich sogar über ein einheitliches Sportoutfit aus. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Eingesessene Laufgruppen lassen sich T-Shirts oder Caps bedrucken um ihre Zugehörigkeit auszudrücken, so sind vor allem Motivationssprüche beliebt. Gemeinsam will man den grassierenden Virus ein Schnippchen schlagen. Viele der Alsterjogger sehen den Laufsport als Religion und jetzt auch als Mittel, um der aktuellen Gesundheitskrise sportlich zu trotzen. Wer einen passenden Anbieter zum Bedrucken unterschiedlicher Textilien sucht, sollte sich im Onlineshop von maxilia.de umschauen.

Die Laufszene Hamburgs denkt gar nicht erst daran sich von den Absagen der Sportgroßveranstaltungen entmutigen zu lassen. Stattdessen wurden neue Wege gefunden sich sportlich zu messen: Corona-konform findet vom 01. bis zum 06. September ein digitaler 10 km Lauf statt. Über einen Zeitmess-Chip in den Schuhen der Jogger und die fest installierten Zeitmessungsgeräte an der Alster, können die Daten gesammelt und ausgewertet werden. Die Besonderheit: Es darf so oft gelaufen werden, wie man möchte. Lediglich die beste Zeit wird am Ende in die Bewertung einbezogen. Diese flexiblen Wettbewerbsbedingungen könnten den Betrieb an der Laufstrecke erneut in die Höhe treiben. Für die Alsterläufer ist es in jedem Fall die Chance ihre persönliche Bestzeit in die Höhe zu treiben.

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