Hamburg ist Deutschlands grünste Stadt


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Eine grüne Innenstadt bietet zahlreiche Vorteile: Sie sieht schön aus, das Grün filtert Schadstoffe aus der Luft und verbessert so die Luftqualität. Immer mehr Städte erkennen dies und bauen die innerstädtische Grün- und Freiflächen auf dem Stadtgebiet aus. Das Ziel: So soll mehr Lebensqualität geschaffen und die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten werden. Die Stadt soll so zu einem lebenswerten Ort werden und nicht zu einem „Nicht-Ort“, zu dem es niemanden hinzieht. (http://www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/veroeffentlichungen/mat/positionspapier_gruen_in_der_stadt_final.pdf)

Hamburg muss sich nicht schämen – schließlich ist die Perle an der Elbe für seine Grünflächen bekannt. Nicht umsonst gilt Hamburg als grünste Stadt Deutschlands, gemessen an der Einwohnerzahl. Hamburg hat 114,07 Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner und kommt damit weltweit unter die besten Zehn (Platz 9). Zum Vergleich: Die zweitgrünste deutsche Stadt ist Berlin und kommt auf 88,1 Quadratmeter und liegt weltweit auf Platz 18. Die grünste Stadt der Welt ist die isländische Hauptstadt Reykjavik mit 410,84 Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner. (LINK: https://www.mopo.de/hamburg/gruenste-staedte-der-welt-hamburg-schafft-es-in-die-top-ten–30067162).

Auf die Dächer – fertig – grün!

Doch die Einflussnahme der Stadt ist da begrenzt, wo das Eigentum der Bürger anfängt. Genau hier greift der Förderprogramm der IFB Hamburg („Hamburgische Investitions- und Förderbank“) mit ihrem Programm „Hamburger Gründachförderung“. (LINK: https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hamburger-gruendachfoerderung) So sollen die Gebäude optisch aufgewertet, das Klima verbessert, die Verdunstungsabkühlung gesteigert und ein besserer Lebensraum für Mensch und Tier geschaffen werden.

Die IFB fördert freiwillig durchgeführte Dach- und Fassadenbegrünungen an Gebäude und Bauwerken mit einem einmaligen Zuschuss von 40 Prozent der förderfähigen Kosten, die bei 100.000 Euro gedeckelt sind. Wer seine Gebäude selber begrünt und die notwendige Qualifikation besitzt, erhält sogar bis zu 60 Prozent der Materialkosten ersetzt. Das Ziel hinter dieser Fördermaßnahme ist eindeutig: Hamburg soll noch grüner werden.

Gemeinschaftlich die Stadt noch grüner machen

Doch Besitzer von Häusern oder Wohnung können aktiv mithelfen, um dieses Ziel zu erreichen. Hausbesitzer können ihre Vorgärten, Terrassen und Gärten grüner gestalten und Besitzer von Wohnungen können sogar ihren Balkon nutzen. So können sie Flächen aufwerten, die sie gemeinschaftlich nutzen. Mit Hochbeeten kann man so sogar Dächer nutzen. Einfach nur Hochbeete aufbauen, mit fruchbarer Erde füllen und Pflanzen oder Gemüse einsetzen.

Das ist eine Klappe, mit der gleich drei Fliegen auf einmal geschlagen werden. Erstens werden die Flächen grüner; was zweitens der Lebens- und Luftqualität zugutekommt; und drittens erntet man Gemüse, was man selber angebaut hat. Das ist meist leckerer als das, was man im Supermarkt kaufen kann.

Auch Balkone nutzen

Aber wer auch nur einen kleinen Balkon besitzt, kann ihn mit einigen wenigen Kniffen grüner und schöner machen. Dazu braucht man nicht einmal pflegeintensive Pflanzen, sondern es reicht aus, Rasensamen zu kaufen und sie in Blumentöpfen zu verstreuen. Die Samen müssen anschließend bewässert werden, am besten mit einem Zerstäuber. Wer die Samen mit einem Schlauch oder mit der Gießkanne bewässert, riskiert, dass sich die Samen verstreuen. Nach acht Wochen haben allen Samen gesprießt und der Blumentopf erscheint in einem schönen Grün.

So kann jeder einzelner Hamburger dazu beitragen, die Stadt grüner, schöner und lebenswerter zu machen. Es ist eine Win-Win-Situation für alle: Die Gebäude und Balkone werden optisch aufgewertet; die Luft wird besser und man schafft neuen Lebensraum für Tiere, was gerade im Sommer schön zu sehen ist. Und wer weiß: Vielleicht springt Hamburg dann bald von Platz 9 auf Platz 8 der weltweit grünsten Städte.

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