Modelleisenbahnbau per 3D Druck


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Vor einigen Jahren schien er noch wie die Vision von einer fernen Zukunft, heute ist er allgegenwärtig: der 3D Druck. In vielzähligen Branchen wird die Fertigungsmethode für unterschiedliche Zwecke eingesetzt, und nahezu jedes produzierende Unternehmen verwendet einen 3D Drucker, um damit Prototypen herzustellen. Zudem haben immer mehr Menschen ein solches Gerät zu Hause und gestalten damit mehr oder weniger nützliche Objekte. Besitzer von Modelleisenbahnen können mit einem Drucker zum Beispiel die passende Ausstattung für ihr Hobby ausdrucken.

Darauf kommt es an: schichtweiser Aufbau

Die Fertigung von Gegenständen mit einem 3D Drucker geht recht einfach vonstatten. Neben dem Gerät selbst ist noch Filament in ausreichenden Mengen nötig. So werden die dünnen Plastikfäden genannt, aus denen letztlich das Objekt ausgedruckt wird. Damit der Drucker weiß, was er herstellen soll, muss es außerdem eine CAD-Datei geben. Diese wird mit einer geeigneten Software erstellt, die weitgehend wie ein übliches Grafikprogramm bedient wird. Beim eigentlichen 3D Druck Verfahren verteilt eine Düse das Filament und baut so Schicht um Schicht das Objekt auf. Der Kunststoff härtet binnen kürzester Zeit aus, wodurch die Herstellung rasch abgeschlossen ist.

Konkurrenz für das Miniatur Wunderland

Ganz gleich, ob man über eine kleine Modelleisenbahnanlage verfügt oder dem Miniatur Wunderland mit seiner Ausstellungsfläche von rund 1.500 Quadratmetern und mehr als 15 Kilometer langen Schienen Konkurrenz machen möchte: Per 3D Druck lassen sich einzelne Gegenstände selbst herstellen. Dazu gehören beispielsweise dekorative Objekte wie Bäume oder Straßenschilder. Autos sind ebenso gut für die Gestaltung im 3D Drucker geeignet wie Gebäude. Dabei kommt einer der großen Vorteile des dreidimensionalen Drucks zum Tragen: Es gibt kaum gestalterische Grenzen. Ein Bauernhaus ist ebenso möglich wie ein Wolkenkratzer oder eine überdimensionierte Festhalle. Da Filament in unterschiedlichen Farben erhältlich ist, ist auch in dieser Hinsicht für Vielfalt gesorgt. Nette Details wie Fahrscheinautomaten, Telefonzellen oder Mülltonnen geben der Stadt, durch die der Mini-Zug fährt, zusätzlichen Charme.

Unterstützung von außen

Wer nicht über einen eigenen 3D Drucker verfügt, der kann Dienstleister wie 3D Hubs mit der Herstellung von Objekten beauftragen. Das Unternehmen bietet 3D Druck Wien und in vielen anderen europäischen Städten an. Zudem setzt es auch andere Fertigungsmethoden wie CNC-Fräsen oder Spritzguss ein, um Einzelstücke und kleinere sowie große Produktserien herzustellen. Soll zum Beispiel eine größere Modellbauanlage mit ganzen Wäldern ausgestattet werden, dann ist der 3D Druck für Hunderte von Bäumen verhältnismäßig teuer. In einem solchen Fall lohnt es sich finanziell eher, dem Spritzguss den Vorzug zu geben.

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