Panne auf dem Hamburger Winterdom – Betreiber weist Schuld zurück

Hamburg, den 03.12.2012 um 10:26 Uhr


Auf dem Hamburger Dom kam es am Samstagabend zu einer Panne.Der „Flasher" ist eine der Hauptattraktionen des diesjährigen Hamburger Winterdoms. Am Samstagabend stand das Fahrgeschäft plötzlich still. Der „Flasher" gleicht einer riesigen Windmühle, welche seine Besucher in zwei Gondeln durch die Luft schwingt. Dabei kommen Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h auf.

Am Sonnabend um 22.47 Uhr saßen die Passagiere des „Flashers" plötzlich in 68 Meter Höhe fest. In dem Trafo, der die bunt leuchtende Attraktion mit Strom versorgt, hatte es offenbar eine Abschaltung gegeben. Dadurch blieb das Fahrgeschäft nach zwei langsamen Rotationen einfach stehen. Die Passagiere steckten hoch oben in den Gondeln fest und litten teilweise unter Todesangst.

Erst nach 20 Minuten konnten die Mitarbeiter des Fahrgeschäfts die sichtlich geschockten Besucher zurück auf die Erde holen. Dies geschah mit einem zweiten Notmotor, der in solch einem Fall genutzt wird. Sofort kümmerten sich die Besatzungen mehrerer Rettungswagen um die Betroffenen der Panne. Keiner von ihnen war verletzt.

Doch nicht nur der „Flasher" war von dem kurzen Stromausfall betroffen. Auch einige angrenzende Buden und Fahrgeschäfte litten kurzzeitig unter dem Defekt des Trafos. Nach ersten Ermittlungen der Polizei und Stadtentwicklungsbehörde war lediglich eine Sicherung herausgesprungen. Diese Kleinigkeit hatte jedoch große Auswirkungen.

Der Betreiber des 1,5 Millionen teuren „Flashers", Lothar Ahrend, weist die Schuld der Panne von sich. Der Fehler läge nicht beim Fahrgeschäft selbst, sondern im Trafo des Stromversorgers. Die Kunden wären zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Der genaue Auslöser der „Flasher"-Panne wurde nicht gefunden. Der Platzmeister vom Domreferat bestätigte gestern zumindest, dass eine „Stromspitze" zur Auslösung der Sicherung geführt hat. Wie dies zustande kam, kann bisher jedoch keiner sagen. Trotzdem wurde nun besser vorgesorgt. Neu eingebaute Messgeräte könnten einen eventuellen Fehler nun zukünftig genau lokalisieren.

Laut Betreiber ist der „Flasher" das größte transportable Looping-Fahrgeschäft der Welt. Der Hamburger Dom war erst die vierte Station der Attraktion. Die Panne scheint sich allerdings nicht auf die Beliebtheit unter den Leuten ausgewirkt zu haben. Nach dem Vorfall saßen bereits wieder Fahrwillige in den Gondeln und genossen die 7 Euro teure Fahrt mit dem unvergleichlichen Ausblick auf die Stadt.

nh -hamburgportal

 
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