Hamburg reagiert auf demografischen Wandel

Hamburg, den 13.02.2013 um 12:04 Uhr


Hamburg reagiert auf das Älterwerden seiner Bürger

Demografischer Wandel in HamburgNachdem Hamburg im kulturellen oder kulinarischen Bereich nicht mehr viel Spielraum nach oben hat, sucht es sich nun eine ganz neue Aufgabe, um Hamburg als Heimat noch attraktiver zu machen. Da auch Hamburg vor dem demografischen Wandel nicht gefeit ist, will sich die Hansestadt in den nächsten Jahrzehnten nun damit beschäftigen, die Stadt altersgerechter und wohnlicher für Senioren zu machen. Immerhin wird voraussichtlich auch in Hamburg bis 2030 jeder Dritte älter als 60 Jahre sein.

Das Demografiekonzept

Hamburg ist eine der schönsten Städte Deutschlands. Mit seinem atemberaubenden Hafen, den vielen Sehenswürdigkeiten und den großen Angeboten an allerfeinsten Restaurants lockt es jedes Jahr nicht nur Touristen an, sondern auch Neuansiedler, die gern für immer in Hamburg wohnen bleiben möchten. Da die Mieten in Hamburg aber relativ hoch und das Leben dort teilweise etwas teurer sein kann, ziehen viele erst nach Hamburg, wenn sie bereits im mittleren Alter sind und genügend Geld angespart haben. Diese Menschen werden 2030 zu den Senioren gehören, auf die Hamburg sich nun so gut es geht einrichten möchte. Besonders im Fokus liegen dabei Gründungen von Senioren-Wohngemeinschaften, da diese nicht nur preissparender sind, sondern auch vor einer möglichen Vereinsamung schützen. Wichtig ist Hamburg dabei auch, als Vorbild für alle anderen Städte zu fungieren. Denn auch andere große Städte Deutschlands müssen sich darauf einstellen, dass ihre Einwohner immer älter werden und andere Ansprüche entwickeln. Mit ihrem Demografiekonzept, das bereits im Jahr 2012 entwickelt wurde, soll auf das „Älterwerden in Hamburg" reagiert werden. Der Bedarf wird vor allem auf Straßen und Plätzen gesehen. Aber auch altersgerechte Wohnungen und die Anzahl des Pflegepersonals müssen erhöht werden. Die Suche nach Altenheimen in Hamburg verläuft zwar recht gut, allerdings dürfte das Angebot bald zu knapp werden, wenn circa ein Drittel der Hamburger Anspruch auf solch eine Unterkunft hat. 2012 fand auf Grund dieser Initiative bereits das erste Mal in Hamburg der Seniorentag statt. Bis zu 20.000 Besucher profitierten von diesem Angebot, schlenderten an den über 230 Ständen entlang und freuten sich, dass auch Joachim Gauck und Angela Merkel dem Spektakel nicht fern blieben. Hamburg hat noch viel zu leisten im Bereich des öffentlichen Raumes. Mehr Pflegekräfte, mehr Altenheime, aber auch eine bessere Gestaltung der Straßenübergänge und Bahnhöfe ist von Nöten. Gut, dass die Hansestadt rechtzeitig erkannt hat, welche Herausforderungen auf sie zukommen.

ph - hamburgportal

 
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