tragisch: Der Krieg der Stretchlimo-Vermieter?

Hamburg, den 02.06.2016 um 18:37 Uhr


Am Wochenende war er noch mit gut gelaunten Mädels unterwegs, die ihren Junggesellinnen-Abschied lauthals und freudestrahlend feierten. Doch seit wenigen Stunden ist der Original American Schoolbus nur noch Schrott. Genau wie 14 weitere (Luxus-)Fahrzeuge des hamburger Autovermieters und Eventservice Unternehmens DEINELIMO.de.

Stretchlimousinen ausgebrannt

 
Heute nacht haben bisher Unbekannte alle Stretchlimousinen des Unternehmens auf dessen Betriebsgeländes abgebrannt. Die Polizei hat den Firmensitz in Hamburg-Lohbrügge als Tatort für ihre Ermittlungen abgesperrt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man hier von einem Verbrechen ausgehen, denn die Täter haben nicht nur an mehreren Stellen Feuer gelegt sondern auch billigend in Kauf genommen, dass Einsatzkräfte verletzt oder getötet werden. Einige brennenden Fahrzeuge sind mit Gasbetrieb ausgerüstet, dessen Explosion sicher Opfer gefordert hätte. Die Geschäftsführerin Z. Nadi-Khawaja war bereits am "Tatort" und ist sicher erleichtert, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind.

Andre Schellenberg, Gründungsmitglied des NDSV (Norddeutscher Stretchlimousinen Verbund) schließt eine brancheninterne Straftat nicht aus. HamburgPortal: "Wieso denken Sie, dass es sich um einen brancheninternen Krieg handeln könnte?"
A. Schellenberg: "Stretchlimousinen Vermieter kämpfen schon lange um die Gunst der Kunden. Immer wieder gab es in der Vergangenheit gegenseitige Beschuldigungen, was die korrekte Abwicklung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie der notwendigen Ausbildung zur Personenbeförderung und Lizenzen im Mietwagenbetrieb betrifft. Das betroffene Unternehmen ist uns jedoch nie negativ aufgefallen, im Gegenteil, die Kunden waren meist sehr zufrieden mit der professionellen Abwicklung der Aufträge". HamburgPortal: "Aber die öffentlichen Berwertungen auf Google+ sprechen eine andere Sprache." A. Schellenberg: "Unzufriedene Kunden gibt es immer mal wieder, sie fühlen sich ungerecht behandelt oder ärgern sich über Verkehrsvorschriften, die natürlich beachtet werden müssen. Ein verärgerter Kunde vernichtet aber nicht gleich das ganze Unternehmen!"

Die Gesamthöhe des Schadens ist noch unklar. Ob das Unternehmen weiter am Markt besteht, hängt nun von der Kraft, vom Durchsetzungsvermögen der Geschäftsführer sowie vom bestehenden Versicherungsschutz und von der Zahlungsbereitschaft der Versicherung ab.

 

 
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