Große Freiheit


Die bekannte Hamburger Straße „Große Freiheit", gelegen im Stadtteil St. Pauli, wird durch den 2008 gebauten „Beatles-Platz" mit der Reeperbahn verbunden. Der Platz entspricht der Form einer großen Vinyl-Schalplatte, auf der sich die fünf Silhouetten der weltbekannten Musiker als Skulpturen befinden.

Auf der Großen Freiheit floriert der Tourismus besonders an Wochenenden: Seien es Junggesellenabschiede oder Konzerte in den zahlreichen Musikclubs und Diskotheken - die Große Freiheit hat sich als Party- und Amüsiermeile weit hinaus über die Grenzen Hamburgs herumgesprochen.

Im Jahr 1610 erhielt die Straße ihren Namen, nachdem sie Zentrum der katholischen Religionsangehörigen Hamburgs wurde. Zu der Zeit war die Große Freiheit noch Teil vom heutigen Stadtteil Altona, früher gehörte es noch nicht zur Hansestadt. Nur dort konnten sie ihre Religion frei ausüben, denn Hamburg war ehemals protestantisch dominiert. An diese Religionsfreiheit erinnert heute immer noch die St.-Joseph-Kirche, die sich zwischen den viele Nachtclubs befindet.

1938 wurde die Straße durch das „Groß-Hamburg-Gesetz" ein Teil von Hamburg.

1944 machte Hans Albers die Straße deutschlandweit berühmt: An den berühmten Film „Große Freiheit Nr. 7", der zuvor durch das Nazi-Regime zensiert wurde, erinnert heute noch ein gleichnamiger Nachtclub.

In den 60er Jahren spielten die Beatles zuerst in der Großen Freiheit 64, heute als Indra-Musikclub bekannt. Nach ihrem Durchbruch konnten sie oft im Star-Club, der von 1962 bis 1969 als „Große Freiheit 39" berühmt war.

Heutzutage befinden sich neben vielen Varieté-Theatern immer zahlreiche Musik-Clubs, zum Beispiel die Große Freiheit 36, der Kaiserkeller und der Grünspan.

Ein 2010 veröffentlichtes Album der deutschen Band „Unheilig" trägt den gleichnamigen Titel zur heute bekannten Straße. Es stand insgesamt 23 Wochen an Platz 1 der deutschen Albumcharts.

 
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