Gregor Gysi – Ein Leben ist zu wenig

Tipps06.12.2022

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal
Johannes-Brahms-Platz Eingang Gorch-Fock-Wall, 20355 HAMBURG

Beginn: 20:00 Uhr

Ende: 00:00 Uhr

Gregor Gysi & Hans-Dieter Schütt
„Ein Leben ist zu wenig“ – Lesung und Talk

Gregor Gysi präsentiert gemeinsam mit den Journalist Hans Dieter Schütt seine Autobiographie „Ein Leben ist zu wenig“ zum Schlosstheater Open Air 2022 am Freitag den 22.07.2022 unter freien Himmel auf den Innenhof des Schloss Ballenstedt.

„Erstaunlich, was sich alles ereignen muss, damit irgendwann das eigene Leben entstehen kann.“ (Gregor Gysi)

Gregor Gysi ist wohl der amüsanteste und schlagfertigste, auch geistig beweglichste Politiker, der seit Menschengedenken die Bühne der deutschen Öffentlichkeit betreten hat. Ohne diesen Rechtsanwalt, der schon zu DDR-Zeiten den Ruf einer gewissen Frechheit genoss (buchstäblich genoss) (…). « (DIE ZEIT)

Gregor Gysi hat linkes Denken in Deutschland wesentlich geprägt und hat es wieder gesellschaftsfähig gemacht. Seine Autobiographie ist ein Geschichts-Buch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht. Es erzählt von Gysis zahlreichen Leben: als Anwalt, Politiker, Autor, Moderator und Familienvater.
Kaum ein deutscher Politiker wurde so geschmäht, kaum einer schlug sich so erfolgreich durchs Gestrüpp der Anfeindungen – hin zu einer anerkannten Prominenz: In seiner Autobiographie erzählt Gregor Gysi, Jahrgang 1948, von seiner Berliner Kindheit und Jugend, schildert seinen Weg zum Rechtsanwalt, gibt Einblicke in sein Verhältnis zu Dissidenten („Rudolf Bahro war mein spannendster Fall“), beleuchtet die Spannungsfelder an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion. Vor allem aber berichtet er von der erstaunlichen Wendung, die sein Leben mit dem Herbst 1989 nahm: Der Jurist wird Politiker. „Einfach wegrennen, das wollte ich nie“, sagt Gysi und trifft damit einen Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten. Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben, und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören.
Das Gespräch über Buch und Leben moderiert der Berliner Journalist Hans-Dieter Schütt.

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