Tipps | 10.09.2022 |
NOCHTWACHE | Beginn: 20:00 Uhr Ende: 00:00 Uhr |
Andrew Combs stammt aus Dallas und lebt heute in der Nähe des gleichen Flughafens von Nashville, der in der Eröffnungssequenz von Robert Altmans Country-Odyssee verewigt wurde. Hier im Wirbel des digitalen Narzissmus des 21. Jahrhunderts, wo sich Identität wie eine 24/7-Social-Media-Softshoe-Performance anfühlen kann, macht Combs Musik, die mit dem Unsubtilen kämpft. Wie der bahnbrechende Farbfotograf William Eggleston sieht er das Alltägliche und Alltägliche als den sichersten Weg zur Transzendenz, und er versteht intuitiv, dass das Offensichtlichste oft mit dem Heiligen gespickt ist. Als Songwriter verlässt sich Combs beim Bemalen seiner Leinwände eher auf meditative Zurückhaltung als auf auffälliges Beharren, eine Technik, die seiner Vorstellung von der Natur als überfließender spiritueller Quelle entspricht.