Sind die Hamburger Vereine bald wieder erstklassig?

Hamburg ist eine großartige Stadt. Vom Fischmarkt, über die sündige Meile bis hin zur Elbphilharmonie – das Tor zur Welt hat einiges zu bieten. Selbstverständlich ist Hamburg auch eine sportbegeisterte Stadt. Der HSV gehörte bis zu dieser Saison seit Gründung der Bundesliga ununterbrochen zum deutschen Oberhaus. Nach einigen schwachen Spielzeiten mussten die Rothosen dann aber zur aktuellen Saison endgültig den Gang in die zweite Liga antreten. Zumindest ein Teil der Fans in der Hansestadt dürfte es freuen, da nun auch endlich wieder das legendäre Hansederby zwischen dem HSV und dem Kiezclub FC St. Pauli ansteht. Doch dieses könnte bald auch wieder in der erste Liga stattfinden.

Der HSV marschiert vorweg

Klar, dass der HSV den direkten Wiederaufstieg als Saisonziel ausgegeben hat. Der Kader und die Infrastruktur sind weiterhin erstligatauglich. Mit einem Gesamtmarktwert von knapp 57 Millionen, müssen die Hamburger in dieser Statistik nur dem FC Köln den Vortritt lassen. Auch die Domstädter traten letztes Jahr den Gang in die zweite Liga an und peilen den direkten Wiederaufstieg an. Bisher sieht es für beide Vereine ganz gut aus, dass sie im nächsten Jahr wieder bei den Bundesliga-Wetten von William Hill am Start sind. Derzeit führt der HSV die Tabelle vor dem Lokalrivalen aus St. Pauli an. Dabei lief es für den Hamburger Sportverein in dieser Saison nicht immer nach Plan. Das Debüt in der zweiten Liga ging auf jeden Fall komplett in die Hose. Gegen Holstein Kiel gab es vor heimischem Publikum eine krachende 0:3 Pleite. Zwar erholte sich die Mannschaft recht schnell von diesem Einstand, doch nach der deftigen 0:5 Klatsche gegen Jahn Regensburg am 6. Spieltag und ein paar schwachen Unentschieden fiel der HSV aus den Aufstiegsrängen bis auf den fünften Platz zurück. Die Vereinsführung sah sich zum Handeln gezwungen und ersetzte Trainer Christian Titz durch Hannes Wolf. Seitdem der Ex-Stuttgarter an der Seitenlinie steht, läuft es auch wieder beim HSV. Mit 19 Punkten aus sieben Spielen setzen sich die Hamburger bis zur Winterpause wieder an der Tabellenspitze fest.

 

 

Steigt auch der zweite Hamburger Verein auf?

Betrachtet man die Kaderstruktur und Ambitionen des HSV, so ist es keine Überraschung, dass sie derzeit ganz oben stehen. Dass Allerdings der Lokalrivale FC St. Pauli zu Beginn der Rückrunde ebenfalls oben mitmischt, war so nicht unbedingt zu erwarten. Nach einem kleinen Durchhänger im Spätsommer, fing sich die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski wieder und beendete die Hinrunde auf dem vierten Platz. Zwar verloren die Kiezkicker den Rückrundenauftakt gegen Darmstadt mit 2:1. Im zweiten Spiel der Rückrunde lief es dann schon etwas besser und Union Berlin konnte mit 3:2 besiegt werden. Da die Kölner den Start in die Rückrunde komplett in den Sand setzten und die ersten beide Spiele verloren, konnte sich St. Pauli an den Domstädtern vorbeischieben und winkt derzeit vom zweiten Tabellenplatz. Auch wenn der Trainer auf die Euphoriebremse tritt, werden die Hanseaten alles daran setzen, diesen Platz bis zum Ende der Saison zu halten und aufzusteigen.

 

 

Für die Stadt Hamburg wäre es natürlich das Größte, wenn man nach einem Jahr Bundesligaabstinenz direkt wieder zwei Vereine in Deutschlands höchster Spielklasse stellen könnte.

 

 
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