Berufsunfähigkeits­versicherung


Es kann jeden treffen: eine Berufsunfähigkeit. Ob durch einen Unfall, eine Krankheit oder einen anderen plötzlichen Einschnitt im Leben – wenn man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, ist das Risiko sehr hoch, finanzielle Schwierigkeiten zu bekommen. Gerade dann, wenn man Schulden zu begleichen hat, zum Beispiel durch den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung, kann es schnell schwierig werden. Natürlich gibt es auch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die in so einem Fall schützt – doch diese allein reicht oft nicht aus. Daher ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung in vielen Fällen sinnvoll, zum Beispiel bei einer Vorerkrankung oder bei einem riskanten Beruf oder Hobby. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

Übrigens: Rein statistisch ist jeder 4. Arbeitnehmer im Verlauf seines Berufslebens von Berufsunfähigkeit betroffen. Die Ursachen hierfür sind sehr vielfältig – Unfälle sind allerdings entgegen weit verbreitetem Glauben eine eher seltene Ursache für die Berufsunfähigkeit. Die häufigsten Ursachen sind psychische Erkrankungen, zum Beispiel Burnout oder Depression – diese können jeden treffen. Als zweithäufigster Grund für eine Berufsunfähigkeit wird oft eine Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparats (Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, etc.) angegeben. Auch von diesem Problem kann so gut wie jeder betroffen werden. Unfälle machen nur etwa 8% der Fälle von Berufsunfähigkeit aus.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Was bringt eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung hilft, wenn Sie für einen längeren Zeitraum für berufsunfähig erklärt werden. Je nach Versicherungsagentur und Tarif muss die Berufsunfähigkeit für einen bestimmten Mindestzeitraum ununterbrochen bestehen, zum Beispiel mindestens sechs Monate. Aus welchem Grund die Berufsunfähigkeit entstanden ist, spielt für die Versicherung keine Rolle. Sie zahlen monatlich einen festen Betrag und bekommen im Fall einer Berufsunfähigkeit eine Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt, die Sie dabei unterstützt, Ihre Lebenshaltungskosten zu decken. 

Je nach Versicherungsagentur können Sie verschiedene Tarife auswählen, die Ihnen weitere Vorteile bieten können: zum Beispiel eine Pflegeanschlussoption oder eine Pflegezusatzrente. Außerdem können Sie bei manchen Versicherungen auch eine Krankschreibung, die einen bestimmten Mindestzeitraum einschließt, für eine Auszahlung geltend machen. 

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wie viel Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung monatlich kostet, hängt von vielen Faktoren ab. Diese haben wir Ihnen in einer kleinen Übersicht zusammengestellt:

1. Versicherungsagentur

Die monatlichen Kosten, die Sie für die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen, sind von Agentur zu Agentur unterschiedlich. Hier lohnt es sich, sich möglichst viele Angebote von verschiedenen Versicherungen einzuholen und diese zu vergleichen.

2. Tarif

Wählen Sie einen Tarif, der Ihnen mehr Vorteile bietet und schon ab einer relativ kurzen Berufsunfähigkeitsdauer greift, zahlen Sie in der Regel mehr. Auch hier sollten Sie zwischen den Tarifen vergleichen und abwägen, was für Vorteile für Sie sinnvoll erscheinen. Bloß auf den Preis achten, sollten Sie hier aber nicht: oft können schon ein paar wenige Euro mehr einen großen Unterschied ausmachen und am Ende viel mehr Schutz bieten. 

3. Beruf

Der Beruf, den Sie ausüben, spielt bei den monatlichen Kosten für Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung eine sehr große Rolle. Wenn Sie in einem körperlich anspruchsvollen Beruf arbeiten, können Sie mit deutlich höheren monatlichen Beiträgen rechnen. 

4. Alter

Auch Ihr Alter ist ein wichtiger Faktor bei den Kosten für Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Faustregel ist: Je älter Sie sind, desto höher sind Ihre monatlichen Beiträge.

Da eine Berufsunfähigkeit eine große Sache ist, sollten Sie bei den Monatsbeiträgen nicht geizig sein. Eine gute Versicherung kann Ihnen im Notfall extrem behilflich sein. Sollte der Notfall nicht eintreten, erhalten Sie Ihre Berufsunfähigkeitsrente obendrauf, wenn Sie im Alter in Rente gehen.

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