Wie funktioniert die Hypothek?


Das Eigenheim zu finanzieren, ist für die allermeisten eine langfristige Angelegenheit und sollte gut durchdacht sein. Viele Banken bieten ihren Kunden zur Finanzierung des großen Traumes das sehr geläufige und günstige Hypothekendarlehen an. Eigenheim Finanzierung

Günstige Hypothekenzinsen für geringe monatliche Raten

Immobilienfinanzierung rechnenDas Hypothekendarlehen hat eine sehr lange Tradition, die ins 19. Jahrhundert zurückreicht, wie einem Artikel der BaFin – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – zu entnehmen ist. Dafür müssen die Darlehensnehmer Zinsen bezahlen. Diese Zinsen bestimmen die Laufzeit des Hypothekendarlehens, die monatliche Ratenhöhe und auch die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung. Wenn die Zinsen auf dem Kapitalmarkt hoch sind, ist die Laufzeit des Darlehens länger oder die monatliche Rate höher. Es bleibt wenig Spielraum, die Haushaltskasse zu entlasten. Sind die Zinsen niedrig, so wie es derzeit der Fall ist, können die Darlehensnehmer ihre Schulden schneller zurückzahlen. Da sich schon sehr kleine Unterschiede bei der Höhe der Hypothekenzinsen bemerkbar machen, lohnt es sich in jedem Fall, die Angebote der verschiedenen Banken miteinander zu vergleichen.

Ein Grundpfandrecht zur Absicherung

Für eine Hypothek müssen sich der Eigentümer der Immobilie und der Inhaber der persönlichen Forderung einigen. Dann erfolgt die Eintragung der Hypothek ins Grundbuch, das beim örtlich zuständigen Grundbuchamt im Amtsgericht geführt wird. Dabei verhält es sich so, dass die Hypothek sowie die Forderung fest miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Es handelt sich um eine sogenannte akzessorische Forderung. Tritt der Inhaber der Forderung diese an einen Dritten ab, beispielsweise mittels Forderungsverkauf oder bei einer Umschuldung, wird auch die Hypothek auf den neuen Inhaber der Forderung übertragen. Sobald die mit einer Hypothek besicherte Forderung fällig wird, muss der Schuldner zahlen. Kann dieser seine Schulden nicht begleichen, ist der Gläubiger befugt, die Zwangsvollstreckung einzuleiten. Der Erlös aus der Zwangsvollstreckung muss für die Tilgung des Kredits verwendet werden. Der Schuldner kann die Zwangsvollstreckung nur verhindern, wenn er den Kredit samt den anfallenden Hypothekenzinsen begleicht.

Wie sich die Hypothekenzinsen zusammensetzen

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Höhe der Hypothekenzinsen. Der erste Einflussfaktor ist die Inflation. Die aktuelle Inflationsrate für Oktober 2018 liegt bei 2,5 Prozent. Wer plant, ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu kaufen, sollte die aktuelle Zinsentwicklung im Blick behalten und einen günstigen Moment abwarten. Denn mit einem niedrigen Zinssatz und einer langfristigen Zinsvereinbarung lässt sich der Traum von der eigenen Immobilie viel kostengünstiger realisieren.

Die Festzinshypothek

Lange Zinsbindung sorgt für PlanungssicherheitBei einer Festzinshypothek handelt es sich um ein Darlehen, das der Immobilienfinanzierung dient und über einen längeren Zeitraum einen gleichbleibenden Zinssatz aufweist, die sogenannte Zinsbindung. Wenn die Zinsbindung ausläuft, ist das Darlehen in der Regel noch nicht zurückgezahlt und der Kunde muss sich um eine Anschlussfinanzierung kümmern. 

Das Gegenteil der Festzinshypothek stellt eine Finanzierung mit einer variablen Verzinsung dar, die sogenannte Gleitzinshypothek. Bei dieser Form der Immobilienfinanzierung kann das Geldinstitut jederzeit den Zinssatz an die ständigen Zinsänderungen am Kapitalmarkt anpassen. Wer seine Immobilienfinanzierung gegen diese Zinsschwankungen absichern möchte, muss eine Festzinshypothek mit seiner Bank vereinbaren. Will der Kunde allerdings vorzeitig seinen Vertrag lösen und die Schulden zurückbezahlen, muss er in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen. Dabei handelt es sich um eine Entschädigung für die entgangenen Zinsgewinne für den Rest der Laufzeit.

Die Festzinshypothek gibt Planungssicherheit

Durch eine Festzinshypothek erhalten Darlehensnehmer durch die fest vereinbarten monatlichen Zahlungen Planungssicherheit für einen längeren Zeitraum. Denn während der Zinsbindung unterliegt der Hypothekenzins nicht den Schwankungen des Kapitalmarktes. Je niedriger die Zinsen sind, umso länger sollten Kreditnehmer die Laufzeit aushandeln. Das gilt vor allem dann, wenn für die Zukunft mit einem Ansteigen der Zinsen zu rechnen ist. Verhält es sich allerdings so, dass die Zinsen sinken oder mit einer Zinssenkung in der nächsten Zeit zu rechnen ist, raten Experten von einer Festzinshypothek ab. 

Pixabay © ElasticComputeFarm (CC0 Creative Commons)
Pixabay © AlexanderStein (CC0 Creative Commons)
Pixabay © moerschy (CC0 Creative Commons)

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Bewertung*

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.