Warum Zahnhygiene so wichtig ist


Nicht nur Ihre Zahnarztpraxis Quarree Dental in Hamburg Wandsbek empfiehlt: Putzen Sie sich die Zähne und kümmern Sie sich um die kleinen Beißerchen. „Warum?“, fragt da das Kind in uns.

Der Allabendliche Albtraum

Gehen wir bei der Sache in medias res – also steigen direkt ein. Die Szenerie:
Man hat gerade sehr gesund gegessen und möchte den Abend gerade ausklingen lassen, da meldet ein Problem seinen Lösungsanspruch an.

Das Kind ist im Badezimmer und trotzt. Die Zahnbürste wird feindselig angestarrt und die Zahnpasta wurde als „Schmeckt nicht“ abgewatscht. Zumindest ich erinnere mich an die Zeiten, als die ersten Zahnpastasorten mit anderen Geschmacksrichtungen als „Pfefferminz“ rauskamen.

Leider konnten diese damals auch schon keine großartigen Geschmackspreise einfahren…

Aber was, außer „Wenn Du es nicht tust, bekommst Du Zahnschmerzen. Dann musst Du zum Zahnarzt und der bohrt dann“ fällt den Eltern ersten Moment ein? Mit derlei Horrorgeschichten wird die Zahnpasta sehr schnell zur Creepypasta.

Eines vorneweg: Richtig – Zahnhygiene ist kein großer Spaßgarant. Da steht man vor dem Spiegel, putzt, schrubbt, arbeitet mit Zahnseide und kann in der Zeit noch nicht mal was Anderes machen. Was Wunder, dass die Zeit stillzustehen scheint.

Foto von Mikhail Nilov von Pexels
Foto von Mikhail Nilov von Pexels

Geht es nicht auch ohne?

Ging es mal. Immerhin wäre mir jetzt nicht bekannt, dass man bei Ausgrabungen diverser Neandertaler Zahnbürsten gefunden hätte. Und wenn das Zähneputzen evolutionär so wichtig wäre, würden sich Hasen, Löwen, Tiger und Tigerhaie ja auch die Zähne putzen. Jetzt sind wir weder Neandertaler, noch Hasen, Tiger oder Bären – wir sind Menschen der Klassifizierung Homo sapiens sapiens und bei uns sieht es mit der Notwendigkeit des Zähneputzens leicht anders aus.

Wie oft sollte man sich die Zähneputzen?

Zweimal. Ja, ich weiß, das klang in der Werbung auch so. „Zahnärzte empfehlen“, knarzte es damals aus den Fernsehgeräten der Republik, „mindestens zweimal täglich Zähneputzen“.Wer auch immer sich diesen Slogan ausgedacht hat – es fußt auf Tatsachen und nicht auf purem Gewinnstreben.
Tatsächlich: die Zähne mindestens zweimal der Zahnbürste vorstellig werden zu lassen, fördert die Zahnhygiene. „Dann lass ich die Zähne halt ausfallen“, sagt das Kind, „dann muss ich sie doch nicht mehr putzen.“ Das Kind hat Betriebswirtschaftslehre jetzt schon durchgespielt. Oder?

Warum ist Zahnpflege auch für die Verdauung wichtig?

Das dürfte eigentlich relativ klar sein. Der Auftrag der Zähne ist es, Nahrung, weiter zu zerkleinern, als man es mit einem Messer tun könnte. Warum das so wichtig ist, abgesehen davon, dass einem ein ungenügend-zerkleinertes Stückchen Fleisch im Hals stecken bleiben könnte? Wenn die Speise in genügend kleine Partikel zersetzt wurde, kann der Mundspeichel besser auf sie einwirken. „Toll“, fragt sich da das Kind, „Und was heißt das?“

Das öffentliche Gesundheitsportal Österreichs erklärt bezüglich des Komplexes „Mund und Speiseröhre“, dass der Speichel den beim Kauen entstehenden Nahrungsbrei leichter schluckbar werden lässt und außerdem der Nahrung Enzyme beimengt. Diese sind wichtig, um die ersten Schritte der Verdauung einzuleiten. Fallen nun die Zähne aus, weil sie aufgrund des Nichtputzens ausfallen, wird es schwierig, die Nahrung hinreichend zu zerkleinern.

Ist Zähneputzen wirklich gesund?

Nachdem wir nun erklärt haben, warum Zahnpflege wichtig ist, kann die Zwischenüberschrift dieses Absatzes ja wohl nur ein Scherz sein. Sollte man zumindest meinen. Allerdings kennen wir das schöne Zitat des Arztes Paracelsus: “Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.” ((Paracelsus//)) – gerne mal zu ‚Die Dosis macht das Gift‘ verkürzt – und das trifft interessanterweise auch aufs Zähneputzen zu. Man sollte doch meinen, dass, wenn zweimaliges Zähneputzen empfohlen wird, man das eigentlich dreimal machen könnte – oder viermal, fünfmal, zwölfmal, der Tag hat ja 24 Stunden.

Abgesehen davon, dass es sehr interessant sein könnte, sich jede Stunde von seiner Arbeit zu verabschieden, um der Mundhygiene zu frönen, ist zu häufiges Putzen tatsächlich nicht gut, da es den Zahnschmelz gefährdet.

Fazit

Klar, Mundhygiene macht keinen Spaß. Sie ist aber sinnvoll und erhält die Zahngesundheit. Da es keinen Interessenverband „Zahn und Putz“ gibt und entsprechend auch keinen coolen Gruß wie „Gut Grün“ unter Kleingärtnern, bleibt mir nichts übrig, als selbst kreativ zu werden. Von daher: „Gut Putz!“

Quelle:

https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/das-passiert-wenn-du-heute-aufhoerst-dir-die-zaehne-zu-putzen/

https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/verdauung/info/mund-speiseroehre

https://www.swr.de/wissen/odysso/warum-neandertaler-die-besseren-zaehne-hatten-100.html

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