Spielecafés und mehr in Hamburg


Bild von Peggychoucair auf Pixabay
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Hamburg – Spielen ist eine Art Lebenselixier, und das für jede Altersgruppe. Zu allen Zeiten kamen Menschen zusammen, um sich gemeinsam zu vergnügen und im Wettkampf zu messen. Diese uralte Gewohnheit macht auch vor unserer modernen Zeit nicht halt, noch immer streben Spielfreudige zueinander hin, und zwar auch außerhalb des digitalen Raums, ganz real miteinander am Tisch. Brettspiele scheinen sogar regelrecht wieder in Mode zu kommen, und auch Hamburg bekommt den Trend zu spüren.

Spielecafé „Würfel und Zucker“ als Anlaufpunkt

Noch ist das „Würfel und Zucker“ vorübergehend geschlossen, so wie viele andere Indoor-Plätze. Doch hinter den Kulissen tut sich vielleicht schon etwas, zumindest besteht Hoffnung, dass sich hier bald schon wieder Menschen in geselliger Runde treffen werden. Das Spielecafé ist der Hamburger Anlaufpunkt für alle, die sich dem viel geliebten Brett- und Kartenspiel zuwenden möchten. Unter seinem Dach beherbergt es mehr als 1.700 Gesellschaftsspiele, eine Auswahl, die kaum einen Wunsch offenlässt. Doch damit nicht genug: Gäste des Hauses lassen sich auch gern mit leckeren Getränken, kleinen Snacks und hausgemachtem Kuchen verwöhnen. Außerdem stehen sogenannte Spieleerklärer bereit, die sozusagen als lebendige Gebrauchsanweisung dienen und den Start in neue Gefilde deutlich erleichtern. Und wenn es dann wieder so weit ist, wird es sich auch wieder Veranstaltungen geben, zum Beispiel Spieleturniere, spezielle Themenabende und Rollenspiel-Events.

Die Alternative: Geselligkeit „zum Mitnehmen“

Kurz und gut: Orte wie dieses Spielecafé eignen sich perfekt zum geselligen Zusammensein außerhalb der eigenen vier Wände. Für die Kulinarik ist gesorgt, hier geht es nur noch darum, zu entspannen und sich dem Vergnügen hinzugeben. Daneben besteht aber auch die Möglichkeit, Brett- und Kartenspiele auszuleihen beziehungsweise für einen günstigen Preis zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen. Das eröffnet die Chance, daheim mit Freunden und Bekannten neue Spiele auszuprobieren oder alte Spielleidenschaften wiederzubeleben. Wie wäre es mit einer Runde Monopoly oder einem gemütlichen Pokerspiel am Küchentisch? Für einen spannenden Poker-Abend sind nicht einmal große Vorkenntnisse über die Poker Hände nötig, dieses Kartenspiel ist wunderbar im Learning-by-Doing-Verfahren erlernbar. Viel Equipment ist auch nicht nötig, es genügt ein Satz Karten und irgendetwas, das sich als Einsatz verwerten lässt.

Das Spielwerk lädt zum intensiven Preview ein

Das Spielwerk stellt einen weiteren Anlaufpunkt für Gesellschaftsspielfreunde in Hamburg dar. Es arbeitet eng mit dem „Würfel und Zucker“ zusammen, nutzt aber auch die Kunstklinik Eppendorf als Veranstaltungsort. Natürlich herrscht auch bei diesem Anbieter derzeit Ruhe, aber aus so mancher Stille ist bereits ein Sturm geworden. Das Spielwerk hat sich dem Testen von neuen Spielen verschrieben, durch seine Aktivitäten fördert es auch neue, frische Spielideen. Wer einen eigenen Prototyp entworfen hat, kann sich hier gern melden und seinen Schatz zum Ausprobieren mitbringen. Das Spielwerk selbst organisiert immer wieder neue innovative Spiele, um diese unter Gleichgesinnten auf Herz und Nieren zu testen, darüber zu fachsimpeln und sich schlichtweg am menschlichen Ideenreichtum zu erfreuen. Indie-Brettspiele aus Deutschland Norden stehen hier ganz klar im Mittelpunkt, und zwar jedes Genre, das auf diesem weiten Feld erblüht. Es ergeben sich immer wieder neue spielerische Previews von spannenden Games, die es noch nirgends zu kaufen gibt.

Spielecafé Fuchsteufel möchte inspirieren

Auch das Spielecafé Fuchsteufel wird in nächster Zeit wieder seine Pforten öffnen, um die Spieledürre in Hamburg zu beenden. Dieser Ort lädt ebenso wie das „Würfel und Zucker“ zu unterhaltsamen Spielstunden ein, gern mit einer Tasse Kaffee oder einem anderen Getränk. Auf den Tisch kommen sowohl altgediente Klassiker als auch brandheiße Neuheiten. Mehrere Hundert Gruppenspiele stehen zur Wahl, aber auch jede Menge Games für zwei Leute in trauter Runde. Die Gründer des Fuchsteufels besuchen regelmäßig Spielemessen, um sich Inspirationen für ihr Café zu holen. Ihre Besucher lassen sich wiederum von ihnen inspirieren, und manch ein Gast kommt nicht umhin, nach dem vergnüglichen Abend im hauseigenen Laden ein lieb gewonnenes Spiel zu erstehen. Im Salon 73 hat das Fuchsteufel auch noch einen Pop-up-Ableger, jeweils an einem Wochenende pro Monat. So verbreitet sich allmählich die Spiellust auch an anderen Orten Hamburgs und hinterlässt eine Spur der Freude.

Bild von Gianni Crestani auf Pixabay
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Hamburger Bücherhallen zu Stöbern und Leihen

Die Hamburger Bücherhallen lassen sich in Sachen Gesellschaftsspiele ebenfalls nicht lumpen. Dort gibt es eben nicht nur Bücher, sondern auch allerhand Brett- und Kartenspiele zu leihen, kreuz und quer durch den Garten. Um sich nach Herzenslust zu bedienen, genügt ein kostengünstiger Bücherhallenausweis, der ein Jahr lang gültig ist. Alternativ bieten die Hallen eine Tageskarte für diejenigen Besucher an, die sich nicht für so lange Zeit festlegen möchte. Die Tageskarte gilt für eine Ausleihe von maximal drei Medien über einen Zeitraum von vier Wochen. Die Bücherhallen befinden sich in Elbvororte, Alstertal und Farmsen; sie legen großen Wert drauf, ihr Angebot regelmäßig zu erweitern. Für Literatur- und Spielefans gibt es also immer wieder Neues zu entdecken!

Anhand dieser Beispiele sehen wir deutlich, dass das Gesellschaftsspiel noch lange nicht am Ende ist. Der gesellige Geist lebt weiter, auch im Zeitalter der Digitalisierung und „Displayisierung“. Dafür findet sich immer ein gemütliches Plätzchen, ob daheim oder woanders.

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