Vapen – das etwas „gesündere Dampfen“


Dampfen – oder auch „vapen“ ist in aller Munde. Dabei muss man aber das Dampfen mit einem Vaporizer von einer E-Zigarette, welche für die Rauchentwöhnung sehr beliebt ist, unterscheiden. Da das Dampfen selbst eigentlich gar nichts mit der E-Zigarette zu tun hat. Gedampft wird nämlich mit einem Vaporizer. Während bei der E-Zigarette Liquids zum Einsatz kommen, werden mit einem Vaporizer Kräuter, Harze und andere Extrakte verdampft.

Vaporizer – für wen sind sie geeignet?

Die E-Zigarette dient vorzugsweise der Rauchentwöhnung. Den verwendeten Liquids wird häufig Nikotin beigesetzt, um die „Sucht“ zu befriedigen. Vaporizer hingegen sind für jeden geeignet, der die Wirkung von Heilkräutern durch das Dampfen erleben möchte. Und zwar ganz ohne schädliche Nebenwirkungen, die durch die Verbrennung entstehen. Die Auswahl an aktuellen Vaporizer-Modellen sowie passendem Zubehör und Ersatzteilen für zuhause und unterwegs ist enorm groß. Da die Geräte auch für die medizinische Anwendung von Heilkräutern geeignet sind, werden sie mitunter sogar von der Krankenkasse bezahlt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn in der Krebstherapie Cannabis zum Verdampfen vom behandelnden Arzt verordnet wird. Wird Cannabis gedampft, können einer australischen Studie zufolge möglicherweise auch die Nebenwirkungen von THC durch das enthaltene CBD gelindert werden.

Was genau ist eigentlich ein Vaporizer?

Bei einem Vaporizer handelt es sich um eine Heiz-Apparatur, mit der eine bestimmte Temperatur erreicht und konstant gehalten wird. Mit dem Vaporizer können verschiedene Kräuter verdampft werden. Durch ein Gebläse oder eine Membran-Pumpe wird die erwärmte Luft mit Lungenkraft in die Kräuterkammer befördert. Von einem etwa 190 Grad Celsius heißen Luftstrom werden die Kräuter durchströmt und so weit erwärmt, dass es zum Lösen der Wirkstoffe kommt und deren Inhalation möglich ist.

Verdampfen als gesunde Alternative zum Rauchen

Die meisten Menschen sind sich bewusst, welche Risiken das Rauchen mit sich bringt. Viele von ihnen möchten damit gern aufhören. Doch nicht immer gelingt die Rauchentwöhnung ohne Probleme. Allerdings hat das Wissen um die gesundheitlichen Probleme, die der Nikotinkonsum mit sich bringt, zu großer Popularität von Vaporizern geführt. Inzwischen sehen viele Anwender das Verdampfen von Kräutern als gesunde Alternative zum Rauchen.

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Vapen – die gesündere Alternative zum Rauchen.

So wirkt Verdampfen

Beim Verdampfen von Kräutern gehen die enthaltenen Wirkstoffe direkt in den Blutkreislauf über. Der Kreislauf selbst wird dabei nicht belastet, es kommt also nicht zu Kreislaufproblemen. Nutzer müssen nicht mit kalten Händen, Herzklopfen, Schweißausbrüchen oder anderen Problemen rechnen. Auch gegen toxische Gifte, wie sie bei der Verbrennung entstehen, muss der Körper nicht ankämpfen. Im Hals und Rachen fühlt sich der Dampf angenehm an, die Wirkung ist natürlich und rein.

So werden die Wirkstoffe aus verwendeten Kräutern verdampft?

Pflanzenmaterialien, die in einem Vaporizer verwendet werden, haben einen bestimmten Siedepunkt. Bei diesem werden ätherische Öle und andere Wirkstoffe freigesetzt. Dabei geben allerdings nicht alle Pflanzenmaterialien Dampf ab, trotzdem erzeugen sie Geschmack sowie Wirkung. So erzeugt Pfefferminze beispielsweise wenig bis keinen Dampf, fühlt sich im Geschmack aber sanft und kühl an.

Das kann verdampft werden

Prinzipiell lässt sich eine Vielzahl an Kräutern sowie Blüten oder Wurzeln verdampfen. Einschränkungen bestehen kaum, wichtig ist jedoch die Trockenheit des zu verdampfenden Materials. Auch Verunreinigungen dürfen nicht enthalten sein. Häufig findet der Vaporizer im medizinischen Bereich bei Erkältungen Verwendung. Dann werden beispielsweise Heilkräuter wie Thymian, Kamille oder Rose verwendet. In der Krebstherapie kommt oft Cannabis zum Einsatz.

So schmeckt verdampfen

Das Verdampfen von Kräutern oder auch Ölen sorgt für ein sehr intensives Geschmackserlebnis. Voraussetzung dafür ist ein guter und vor allem geschmacksneutraler Vaporizer. Im Normalfall schmeckt Verdampfen, als würden die Pflanzenmaterialien gegessen oder gelutscht werden. Zwar sind nicht alle Heilkräuter lecker und auch die Geschmacksnerven des Menschen sind verschieden, was aber als Tee schmeckt, schmeckt in der Regel auch beim Dampfen.

Wie wird inhaliert?

Die Inhalation kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.

Bei der direkten Inhalation spielt die eigene Lungenkraft eine entscheidende Rolle. Der Anwender bestimmt dabei selbst die Luftgeschwindigkeit sowie das Volumen des zu inhalierenden Dampfes.

Es gibt auch Vaporizer-Modelle, die über eine Pumpe oder ein Gebläse verfügen. Damit strömt heiße Luft durch die Kräuter und diese wird dann in einen Beutel gefüllt. Der Dampf wird dann aus dem Beutel eingeatmet. Hierbei wird vom sogenannten „Ballon-Modus“ gesprochen.

Die Vaporizer-Arten – welche ist wann am sinnvollsten?

Bei Vaporizern wird zwischen drei Arten unterschieden:

  • Tisch-Vaporizer
  • tragbare Vaporizer
  • Stift- oder Pen-Vaporizer

Welche Art verwendet wird, ist von den persönlichen Nutzungsgewohnheiten abhängig. Doch auch die Größe der Füllkammer, die Austauschbarkeit der Batterie oder die verwendeten Materialien können Kriterien für die Wahl sein.

Tisch-Vaporizer

Tisch- oder auch Desktop-Vaporizer sind vor allem für die Nutzung zu Hause geeignet. Sie benötigen eine externe Stromquelle und sind üblicherweise die preisintensivsten Modelle. Allerdings bieten sie auch die beste Vape-Erfahrung, was die Dampfqualität betrifft. Tisch-Vaporizer sind für jeden eine gute Wahl, der sich gern langen Dampfsitzungen hingeben möchte. Durch den Anschluss an die Steckdose ist Dampfen immer möglich, wenn es gewünscht ist. Ganz ohne auf die Akkulaufzeit achten zu müssen.

Tragbare Vaporizer

Tragbare Vaporizer sind – verglichen mit den nachfolgend genannten Stift- oder Pen-Vaporizern – größer und auch etwas teurer. Häufig verfügen sie aber über einen erweiterten Funktionsumfang (z. B. LED-Display, austauschbarer Akku). Außerdem ist es damit möglich, sowohl Kräuter als auch Extrakte zu verdampfen.

Stift- und Pen-Vaporizer

Stift-Vaporizer (Vape Pens) sind in der Anschaffung vergleichsweise günstig und für die Nutzung von Konzentraten (z. B. Öl, Wachs) optimiert. Sie sind klein und leicht, einfach bedienbar und sehr diskret. So können sie hervorragend unterwegs zum Einsatz kommen. Auch wenn sie in der Anschaffung günstig sind, so müssen Verschleißteile wie Atomizer, Batterien oder Verdampferköpfe aufgrund der Abnutzung von Zeit zu Zeit gewechselt werden. Auf lange Sicht ist ein Vape deshalb unter Umständen teurer als ein tragbarer oder gar ein Tisch-Vaporizer.

Bild von haiberliu auf Pixabay

Vape Pens: optimal für unterwegs, günstig in der Anschaffung.

Dampfen mit Genuss

Die Verwendung eines Vaporizers zeigt sich in zwei Dimensionen: der Länge und auch der Stärke der einzelnen Züge.

Gerade ehemalige Raucher müssen sich daran erst gewöhnen. Anders als bei einer Zigarette wird beim Vaporizer durch das „Anziehen“ kein Feuer mit Sauerstoff versorgt. Hier gilt nicht, je fester gezogen wird, desto mehr Dampf entsteht. Es ist eher das Gegenteil der Fall: Die heiße Luft benötigt für die Erhitzung der Kräuter Zeit, der Dampf sollte eher langsam und mit Genuss inhaliert werden. Der meiste Dampf lässt sich dabei mit langen, tiefen und langsamen Zügen gewinnen. Eine optimale Nutzung der Kräuter wird ermöglicht, wenn nach dem Zug die Luft noch kurz angehalten wird.

Bilder
Abb. 1: pixabay.com @ doodleroy (CCO Creative Commons)
Abb. 2: pixabay.com @ haiberliu (CCO Creative Commons)

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