Die neue Art zu bezahlen – mit dem Smartphone an der Kasse

Quelle: Pxhere

Was früher als Handy bezeichnet und zum Telefonieren und SMS-Schreiben verwendet wurde, ist heute ein wahrer Hightech-Computer im Taschenformat geworden. Das Smartphone dient heute mit seinen scheinbar endlosen Funktionen und Möglichkeiten als Alltagshelfer in jeglichen Situationen. 2019 besitzen laut einer Umfrage von Statista knapp 65 Millionen Menschen in Deutschland ein Smartphone. Es begleitet die Menschen durch das Leben und erleichtert an vielen Stellen mit den vielen Apps den Alltag. Eine neue Funktion versucht nun, das klassische Portemonnaie zu ersetzen. In Schleswig-Holstein und ganz Deutschland nehmen immer mehr Stellen sowohl im Netz als auch im Ladengeschäft mobile Bezahlmethoden an. Anstatt mühsam Daten einzutragen oder Münzen hervorzukramen wird heute einfach zum Smartphone gegriffen.

Quelle: Pxhere

Das elektronische Portemonnaie: eWallets

Bereits seit geraumer Zeit haben sich vor allem im Internet zunehmend neue Methoden entwickelt, die dem Nutzer das Bezahlen erleichtern und für mehr Sicherheit sorgen. Während Bestellungen zuvor über eine langwierige Eingabe der Kreditkartendaten oder mittels manueller Überweisung erfolgten, kann heute der Kauf über eWallets mit wenigen Klicks abgeschlossen werden. Paypal gehört in Deutschland zu den beliebtesten Zahlmethoden im Netz. Der Kunde legt hier ein Kundenkonto an und hinterlegt seine Girokonto- oder Kreditkartendaten. Beim Kaufabschluss muss lediglich die Emailadresse und das Passwort eingegeben werden - und schon ist die Bezahlung abgeschlossen und Paypal belastet das angegebene Konto mit dem entsprechenden Betrag. Neben Paypal haben sich weitere derartige Dienstleister entwickelt. Sowohl beim Kaufabschluss auf Shoppingportalen wie Amazon und Zalando, als auch beim Bezahlen der Videospiele auf Steam oder der Ein- und Auszahlung für Casino Spiele von Betfair werden daher unterschiedliche Methoden zur Auswahl gestellt. Neben Paypal werden hier unter anderem Amazon Pay, Skrill und Neteller verwendet, die den Vorgang einfacher, schneller und sicherer machen.  

Das Smartphone als EC-Karte

Nicht nur im Internet, auch im Ladengeschäft wurde inzwischen die Art zu bezahlen revolutioniert. Bei einer zunehmenden Anzahl an Verkaufsstellen kann heute mit dem Smartphone bezahlt werden. Der Einzelhandel in Schleswig-Holstein ist bereits auf die neue Technologie vorbereitet. Der Großteil der Terminals in den Geschäften des Bundeslands haben bereits aufgerüstet und bieten kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone an. Ende letzten Jahres führten Saturn und Media Markt die neue Technologie ein, auch bei Aldi Nord, REWE, Esso und vielen weiteren Geschäfte ist dies bereits möglich. Hierzu benötigt der Kunde ein NFC-fähiges Mobilgerät und eine SIM-Karte sowie eine entsprechende App, die entweder von der Bank direkt oder einem dritten Zahlungsdienstleister zur Verfügung gestellt wird. Die Sparkasse Holstein bietet eine eigene App zum mobilen Bezahlen an, auch mit der Paypal-App kann inzwischen im Ladengeschäft kontaktlos gezahlt werden. In beiden Fällen gelten die Sicherheitsstandards der Deutschen Kreditwirtschaft für Kartenzahlungen, sodass die Daten der Kunden geschützt sind. Zur Bezahlung wird das Smartphone mit aktiviertem Bildschirm an das Kartenterminal gehalten. Wie bei einer gewöhnlichen Kartenzahlung wird der Betrag im Anschluss vom Konto abgebucht.

Noch scheinen die Deutschen auf Bargeld nicht verzichten zu wollen, immerhin zahlten 2018 noch knapp unter 50 Prozent der Deutschen am liebsten mit Münzen und Scheinen. Durch das wachsende Angebot der digitalen Bezahlmethoden kann dies jedoch schon bald ändern. Die Vorteile liegen auf der Hand, so kann das Portemonnaie getrost zuhause bleiben, es muss nicht mühsam nach Münzen gekramt und Einkäufe können in Sekundenschnelle abgeschlossen werden. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die neue Technologie in Zukunft weiterentwickeln wird.

 

 
Kommentieren und bewerten