Second Hand Shopping: So wird Ihr Kleiderschrank nachhaltiger!


Bild von meineresterampe auf Pixabay
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Der Konsum von herkömmlicher Mode ist leider alles andere als nachhaltig. Nicht nur werden für die Produktion von Fast Fashion unnötig viele Ressourcen benötigt, die Arbeitsbedingungen sind noch dazu häufig prekär. Hinzu kommt, dass jährlich viele tausend Tonnen Kleidung auf dem Müll landen – teilweise noch ungetragen und in gutem Zustand. Um dieser Verschwendung entgegenzuwirken, hat sich in den letzten Jahren der Trend zur Second Hand Mode etabliert. Anstatt Dinge neu im Geschäft zu kaufen, shoppen Verbraucherinnen und Verbraucher vermehrt auf Flohmärkten, Gebrauchtwaren-Plattformen und in Second-Hand-Läden. Doch wo kann man in Hamburg am besten gebrauchte Kleidung kaufen? Wie wird man fündig? Und gibt es auch Möglichkeiten für Menschen, die wenig Zeit haben, um an Flohmarktständen zu stöbern?

Arten von Second Hand Shops

Wer sich gern Zeit nimmt, um in Ruhe durch die Geschäfte zu schlendern, der ist in klassischen Second Hand Läden am besten aufgehoben. Glücklicherweise gibt es in Hamburg eine Reihe schöner Läden, denen Sie einen Besuch abstatten können. Inhabergeführte Geschäfte haben sich meist auf eine bestimmte Zielgruppe spezialisiert. Hier findet man mitunter auch echte Designerteile und Vintage-Mode mit Zeitreise-Charakter zu günstigen Preisen. Wer eigene Designerstücke abgeben möchte, hat oft auch die Möglichkeit, sie in solchen Shops vor Ort zu verkaufen. Deutlich billiger, dafür aber auch überwiegend weniger gut organisiert, sind Läden von Wohltätigkeitsorganisationen wie Humana oder Oxfam. Diese Shops bekommen ihre Ware gespendet und können die günstigen Preise so direkt an ihre Kunden weitergeben. Hier muss man in der Regel etwas länger suchen, da die Kleidungsstücke nach Farbe oder Kleidungsart sortiert sind.

Second Hand Shopping geht auch online!

Heutzutage kann man die meisten Dinge bequem online kaufen, so natürlich auch gebrauchte Kleidung. Diese Option eignet sich besonders für Menschen, die viel beschäftigt sind und keine Zeit haben, um langatmige Shopping-Trips zu veranstalten – oder schlichtweg keine Lust haben, das Haus für Shopping-Trips zu verlassen. Ein weiterer Vorteil des Online-Kaufs ist, dass die Auswahl besonders groß ist und man mit Hilfe von praktischen Filter-Funktionen direkt die Kleidungsstücke auswählen kann, die in die engere Auswahl kommen. Online kaufen kann man beispielsweise bei momox fashion, entweder im Browser oder über die App. Ein Vorteil gegenüber einer klassischen Flohmarkt-App ist, dass Sie Kleidungsstücke, die nicht passen oder nicht gefallen, bequem wieder zurücksenden können. Das Geld erhalten Sie dann innerhalb weniger Tage zurückerstattet.

Vorsicht bei unseriösen Händlern!

Vor allem in Bezug auf Designerware sollte man online ein gewisses Maß an Vorsicht walten lassen. Halten Sie sich diesbezüglich vor allem an seriöse Versandhändler. Wenn Designerstücke zu sehr günstigen Preisen über Verkaufsplattformen angeboten werden, dann seien Sie wachsam, bevor Sie bedenkenlos Geld überweisen. Bringen Sie in Erfahrung, welche Möglichkeiten es gibt, sich vorab abzusichern – beispielsweise über den Käuferschutz bei PayPal. Zusätzlich sollten Sie überprüfen, ob der Verkäufer oder die Verkäuferin bereits eine gewisse Anzahl positiver Bewertungen hat. Ist jemand seit Jahren aktiv und hat hunderte von Waren verkauft, ohne dass es Probleme gab, können Sie der Person vermutlich trauen. Bei jemandem der sich gerade erst angemeldet hat, sollten Sie jedoch versuchen, sich anderweitig abzusichern.

Kleidertausch mit Freunden

Eine Möglichkeit, um neue gebrauchte Kleidung zu bekommen, ist einfach mit Freunden und Bekannten zu tauschen. Dafür können Sie ein paar liebe Menschen einladen und jeden darum bitten, einige Kleidungsstücke mitzubringen, die er nicht mehr trägt. Anschließend tauschen Sie bei einem Glas Wein oder Sekt die Kleidung umher, sodass jeder mit ein paar neuen Sachen wieder nach Hause geht. Alternativ gibt es in den meisten größeren Städten auch öffentliche Tauschpartys, die beispielsweise von Greenpeace oder anderen Organisationen veranstaltet werden. So kommt keine neue Kleidung in den Konsumkreislauf – und Sie haben etwas Neues zum Anziehen, ohne dafür einen Cent bezahlen zu müssen.

Nicht nur Mode gibt es Second Hand

Die Zeiten, in denen man nur Mode Second Hand gekauft hat, sind vorbei. Mittlerweile kann man fast jeden Gegenstand gebraucht kaufen – egal ob Möbelstücke, Dekorationen oder Elektronik. Auf Flohmärkten und manchmal sogar auf dem Sperrmüll lassen sich diverse Interior-Schätze finden, mit denen Sie Einrichtungstrends günstig umsetzen können. Ideal ist es, wenn man ein gewisses handwerkliches Geschick mitbringt, um die neuen Lieblingsteile noch ein wenig aufzupolieren oder umzudekorieren. Fast jedes Möbelstück lässt sich mit etwas Übung schleifen, überlackieren oder aufpolieren. Es gibt allerdings auch gebrauchte Dinge, von denen sollte man aus Gründen der Hygiene und des Gesundheitsschutzes die Finger lassen. Dazu gehören Matratzen, Kuscheltiere, Kinderspielzeug und Schuhe mit abgetragener Sohle.

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