Windows-PC aufräumen – schnell zu mehr Ordnung und Übersicht


Dass Unordnung in den eigenen vier Wänden die Stimmung trüben und vor allem die Konzentration beeinträchtigen kann, ist längst bekannt. Was jedoch nur die wenigsten wissen: Auch ein chaotischer PC wirkt sich negativ auf das Befinden aus. 

Fehlt es beim Arbeiten an der nötigen Übersicht, sind schlechte Laune, fehlende Aufmerksamkeit und eine erhöhte Fehleranfälligkeit vorprogrammiert. Daher kann es sinnvoll sein, den PC von Zeit zu Zeit gründlich aufzuräumen.

Weniger Chaos = mehr Konzentrationsvermögen

Ordnung fördert Struktur. Das konnten zahlreiche Studien aus den vergangenen Jahren belegen. 

So zeigte eine 2010 veröffentlichte US-Studie: Unordnung im Sichtfeld beeinträchtigt die Aufmerksamkeit. Das Gehirn muss zusätzliche Energie aufwenden, um irrelevante Reize auszublenden. Das wiederum verringert das Konzentrationsvermögen und kann zu einer schnelleren Erschöpfung führen.

Um während der Arbeit am PC konzentrierter und vor allem fokussierter zu bleiben, ist ein sauberes und ordentliches Umfeld also ein entscheidender Erfolgsfaktor. 

So kann es sinnvoll sein, gelegentlich zu einem guten Reinigungsmittel zu greifen, um etwa den Schreibtisch von Staub und Schmutz zu befreien. Liegen neben dem Computer vergessene Snackverpackungen, Notizzettel und Co., gehören diese in den Mülleimer im Zimmer. Schließlich nehmen sie nicht nur unnötig Platz weg. Sie belasten gleichzeitig die Psyche, indem sie einen Teil der Aufmerksamkeit fesseln und dadurch von der eigentlichen Arbeit ablenken. Eine solche zweckmäßige Einrichtung muss aber längst nicht „zweckmäßig“ aussehen, sondern kann optisch passend zur Büroumgebung gewählt werden. Händler wie Action führen ein großes Sortiment an Wohnaccessoires, Aufbewahrungsprodukten und Haushaltsartikeln, die die Büroorganisation optisch sowie zweckmäßig zum Kinderspiel machen.

Allerdings beschränkt sich das Aufräumen nicht auf die Umgebung des PCs. Auch dieser selbst kann gelegentlich eine Entrümpelung gebrauchen. 

Vier Schritte, um den Windows-PC aufzuräumen

Bleibt der PC lange Zeit sich selbst überlassen, entwickelt er sich schnell zu einem Lager für ungenutzte Dateien und Programme. Ebenso wie die Verpackungsüberreste auf dem Schreibtisch können diese zu viel Platz beanspruchen, der sich deutlich besser nutzen lässt. 

Daher lohnt es sich, den Computer mindestens einmal im Jahr von diesem unnötigen Ballast zu befreien.

Schritt 1: Dateien ordnen und löschen

Wer seinen Windows-PC bislang noch nie aufgeräumt hat, findet häufig einen ganzen Dateien-Friedhof auf ihm vor. In zahlreichen Ordnern finden sich ungenutzte Dokumente, Fotos oder Videos, die nach keinem logischen Prinzip sortiert sind. 

Um dennoch schnell einen Überblick über die vorhandenen Dateien zu bekommen, empfiehlt sich das folgende Vorgehen:

  • Tools wie WizTree können Dateien auf der Festplatte nach Größe analysieren und in einem Diagramm übersichtlich aufbereiten.
  • Anschließend lohnt es sich, ein grobes Ordnungssystem zu erstellen. Das gelingt mit mehreren Hauptordnern, die sich etwa in „Arbeit“, „Familie“ und „Hobby“ unterteilen. Später lässt sich mit Unterordnern noch mehr Struktur schaffen.
  • Dateien, die noch benötigt werden, können nun in die entsprechenden Ordner kopiert werden. Wer zwei Ordner nebeneinander öffnet, verschiebt sie leichter mit Drag&Drop.

Befinden sich innerhalb der eigenen Dateien mehrere Duplikate, die gelöscht werden sollen? Tools wie „AllDup“ helfen dabei, wieder mehr Speicherplatz auf der Festplatte zu gewinnen.

Schritt 2: Ungenutzte Programme deinstallieren

Nicht nur unbrauchbare Dateien „verstopfen“ den Computer. Auch Programme, die nicht länger in Anwendung sind, nehmen auf der Festplatte unnötig Raum ein und verlangsamen dadurch den PC. Über die Windows-Einstellungen lassen sie sich schnell und einfach löschen. Das funktioniert folgendermaßen:

  • Werden die Windows-Taste sowie das „I“ gleichzeitig gedrückt, öffnen sich die Einstellungen. 
  • Anschließend klickt man auf „Apps“, um alle auf dem Computer gespeicherten Programme zu sehen.
  • Die Programme, die keinen Nutzen mehr haben, können per Mausklick aus der Liste entfernt werden.

Noch schneller gelingt die Programmdeinstallation mit einer Deinstallationssoftware. Sie kann gleich mehrere Programme gleichzeitig löschen.

Schritt 3: Programmreste und temporäre Dateien entfernen

Während ein Programm arbeitet, speichert es Informationen auf der Festplatte ab. Wer sich etwa einen Text in einem Microsoft Word Dokument übersetzen lässt, sammelt unbewusst Datenfragmente. Werden diese nicht gelöscht, können sie ebenfalls für eine langsamere Laufleistung des PCs verantwortlich sein.

Um den Computer von solchen Programmresten zu befreien, sind Reinigungsprogramme wie CCleaner eine gute Lösung. Per Klick können sie die Reinigung vollautomatisch durchführen. Alternativ entscheidet man individuell, welche Programme und Dateien entfernt werden sollen und welche nicht. 

Tipp: Um temporäre Dateien zu löschen, benötigt man nicht zwingend ein zusätzliches Tool. Es reicht, auf den Ordner C:\Windows\Temp zu klicken. In diesem werden temporäre Dateien aufbewahrt, die sich per Klick entfernen lassen. Allerdings entsteht dabei die Gefahr, auch Dateien zu löschen, die noch gebraucht werden. Die Folge sind Fehlfunktionen in den vorhandenen Programmen. Wer sich unsicher ist, sollte daher lieber ein professionelles Reinigungsprogramm zurate ziehen.

Schritt 4: Autostart bereinigen

Wird der Computer gestartet, aktiviert sich auch eine ganze Reihe von Programmen. Einige davon sind systemrelevant. Andere sind jedoch unnötig und können den Systemstart verlangsamen.

Im Autostart-Öffner kann man sich zunächst einen Überblick über alle Programme verschaffen, die sich beim Systemstart öffnen. Um an den entsprechenden Ordner zu gelangen, wird zunächst mit einem Klick auf die Windows-Taste und „R“ der Ausführen-Dialog geöffnet. Anschließend folgt die Eingabe des Befehls „shell:startup“. 

Arbeitet der PC mit Windows 10 oder einem neueren Betriebssystem, lassen sich die Autostarteinstellungen alternativ im Task-Manager integrieren und abrufen. Die Tools, die sich beim Windows-Start nicht automatisch öffnen sollen, können hier manuell deaktiviert werden.

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