Haushaltswerbung, Vorteile von Geo- und Haushaltsmarketing


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Für jedes Produkt und jede Dienstleistung gilt es für Firmen ein ansprechendes Marketingkonzept zu entwerfen, das Kunden zum Kauf animiert.

Eine Strategie, die global Anwendung findet, potenzielle Kunden sehr direkt erreicht und anspricht, ist die des Haushaltsmarketings.

Der Begriff ist im Prinzip selbsterklärend – Haushaltsmarketing richtet sich unmittelbar an die jeweiligen Haushalte, indem Prospekte, Magazine oder andere Werbeträger direkt in die zugehörigen Briefkästen gelangen. So kann das Unternehmen sichergehen, dass seine Botschaften die Kunden auch erreichen und diese zumindest einen kurzen Blick, wenn nicht einen längeren, auf den Werbeträger werfen, selbst wenn dieser danach in der Mülltonne landet.

Auch ein kurzer Moment kann genügen, um Aufmerksamkeit zu erregen und das Unterbewusstsein des Angesprochenen zu beschäftigen. Durch Haushaltswerbung kann eine Firma also potenzielle Kunden sehr direkt gewinnen, indem sie ihre gedruckten Werbemittel unter die gewöhnliche Post mischt.

Geomarketing

Bevor gezielt durch diese Maßnahmen geworben wird, lohnt es sich aber im Rahmen des Geomarketings, eine übergreifende Strategie zu erarbeiten. Geomarketing umfasst mehrere Teilbereiche, die sich mit der Kundengewinnung befassen.

Firmen greifen auf Geomarketing zurück, um Standortfaktoren zu ermitteln. Dies bildet die Voraussetzung, um überhaupt Haushaltsmarketing o. Ä. betreiben zu können.

Es geht also zu Beginn der Ausarbeitung einer Marketingstrategie darum, geeignete Kundengruppen und Standorte zu ermitteln, um sich an der dort herrschenden Nachfrage zu orientieren.

Entsprechende Maßnahmen lassen sich unter mehreren Oberbegriffen zusammenfassen.

1. Marktsegmentierung

  • Der Markt wird mithilfe bestimmter Kriterien in Teilsegmente zerlegt. Diese Segmente werden wiederum mit geographischen Daten verbunden, um potenzielle Kunden und Käuferschichten einzugrenzen. Es lassen sich auf diese Weise Informationen über Lebensstile und Kaufverhalten von Konsumentengruppen gewinnen, sodass Vertriebe ihre Sortimente entsprechend anpassen können.

2. Standortplanung

  • Um Standorte für neue Zweigstellen zu ermitteln, sammeln Unternehmen weitere Daten über Kunden. Umsatzstarke Gegenden werden so ermittelt und entschieden, ob sich die Gründung von weiteren Stellen dort lohnt.

3. Geokodierung

  • Der Begriff der Geokodierung bezeichnet die Verknüpfung von Informationen mit geographischen Punkten. Diese Methode findet in der Stadt- und Raumentwicklung oder bei Navigationssystemen Anwendung.

4. Geografische Informationssysteme

  • Sie dienen der genauen Platzierung von Standorten auf einer digitalen Karte. Mit entsprechenden Diagrammen bietet diese eine Vielzahl von Daten, welche sich wiederum zwischen Regionen vergleichen lassen.

5. Fahrzeitpolygone

  • Erreichbarkeitsmodelle eines Standorts lassen sich hiermit konstruieren.

Anbieter vergleichen so die Entfernung von Kunden-Wohnorten zu den eigenen Standorten und/oder den Filialen der Konkurrenz.

Fasst man diese Oberbegriffe zusammen, finden sich durch sie also Mittel, um Umfeld das Umfeld eines Unternehmens und den Wettbewerb innerhalb einer Branche zu analysieren.

Sie eröffnen räumliche Potenziale, mögliches Wachstum und eine Basis für Planung und Management von Medienkampagnen.

➤ Im Endeffekt wird durch all diese Maßnahmen eine Zielgruppenanalyse durchgeführt, die Kundengruppen aufteilt und bewertet.

Die so ermittelten Zielgruppen spielen eine Rolle bei der Erstellung der korrekten Marketingstrategie. Bezogen auf Haushaltswerbung spielen insbesondere Altersgruppen eine Rolle.

Beispielsweise sind Menschen jüngeren Alters erwiesenermaßen aufgeschlossener gegenüber Online-Werbung als ältere.

So sind in den letzten Jahren die ersten Generationen von Kindern geboren worden, die eine Welt ohne Internet nicht mehr kennengelernt haben. Folglich haben diese eine deutlich stärkere Affinität zu Online-Themen, als Menschen, die bereits volljährig waren, als das Internet an Bedeutung gewann. Unterschiedliche Altersgruppen reagieren somit ganz verschieden auf Werbeträger.

Mit klassischen Prospekten und Broschüren, die in Briefkasten eingeworfen werden, gewinnt man traditionell eher die Älteren, da sie positiver auf Offline- oder generell haptische Werbung reagieren.

Fazit

Haushaltsmarketing nimmt einen noch immer wichtigen Platz unter den Werbemaßnahmen ein, da es direkt und unmittelbar die Aufmerksamkeit des Kunden auf sich lenkt. Um gezielt Kundengruppen zu erreichen, sollte es allerdings in eine breite Palette von Maßnahmen und Strategien eingebunden werden, die perfekt auf eine bestimmte Gruppe zugeschnitten sind.

Nur so lässt sich langfristig Erfolg erzielen und nur so kann ein Marketingkonzept eine Gruppe als Ganzes ansprechen und gewinnen.

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