Sicherheitsdienst: Höhere Anforderungen, bessere Perspektiven


Bei Großveranstaltungen wie Bundesligaspielen oder Konzerten, bei Werttransporten, beim Objekt- oder Personenschutz – Überall sind wir auf die Hilfe von qualifiziertem Fachpersonal angewiesen, um eine durchgehende Sicherheit für alle Beteiligten gewährleisten zu können. Mehr als 90 Prozent der deutschen Unternehmen geben derzeit an, regelmäßig Sicherheitspersonal zu benötigen. Und auch die Kommunen setzen vermehrt auf private Sicherheitsdienste – überall dort, wo die Polizei ihrer Meinung nach nicht präsent genug ist.

Waren Sicherheitskräfte vor einigen Jahren noch hauptsächlich für die Überwachung von Gewerbeobjekten und Einkaufszentren oder den Schutz von Personen zuständig, sichern sie heutzutage zunehmend auch Asylbewerberheime, Botschaften und Flughäfen. 1,7 Milliarden Euro lassen sich Kommunen und Behörden diese Sicherheit laut Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) jährlich kosten. Das immer größer werdende Aufgabengebiet von Sicherheitskräften geht jedoch auch mit gestiegenen Anforderungen einher. Eine entsprechende Qualifizierung ist in vielen Bereichen unverzichtbar.

Umsatz in der Sicherheitsbranche steigt rasant

Ein Weg in das Wach- und Sicherheitsgewerbe führt über eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Ein anderer Weg führt über eine Weiterbildung, wie sie etwa der Weiterbildungsanbieter WBS Training AG anbietet. Hier werden die Teilnehmer intensiv auf die IHK-Sachkundeprüfung vorbereitet.

Nach einer Aus- oder Weiterbildung winken aktuell gute berufliche Perspektiven. Die Zahl der Wachdienste stieg seit 2010 auf über 4.000 Unternehmen. Das entspricht einem Wachstum von 10 Prozent. Seit 1980 hat sich die Zahl sogar verachtfacht. Die Umsätze haben sich derweil noch rasanter entwickelt. Von 2010 bis 2013 verzehnfachten sie sich laut BDSW auf 5,2 Milliarden Euro. Und ein Ende dieser Entwicklung ist aktuell nicht in Sicht. Denn angesichts knapper Haushaltskassen werden die Kommunen auch in Zukunft auf private Dienstleister setzen. Schließlich ist das Einstellen neuer Arbeitskräfte gegenüber dem Rückgriff auf private Sicherheitsleute die deutlich kostenaufwendigere Variante. Und: Die Polizei ist, wie sie oftmals selbst betont, vielerorts radikal unterbesetzt.

Polizei nur im öffentlichen Raum in der Verantwortung

Ohnehin ist die Polizei ist nur dann zuständig, wenn es um die Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum geht. Einkaufszentren, Energieanlagen und selbst Atomkraftwerke zählen zumeist nicht dazu. Sie sind in der Regel Privatgelände der entsprechenden Betreiber. Für die Sicherheit und die Ordnung sind hier demzufolge auch die Betreiber und nicht die Polizei verantwortlich. Diese ist erst dann angehalten einzugreifen, wenn es um die unmittelbare Gefahrenabwehr oder Strafverfolgung geht.

Letztlich sorgt dieser Sachverhalt dafür, dass sich das Berufsbild von Fachkräften im Bereich Sicherheit und Objektschutz so vielseitig und abwechslungsreich gestaltet – und sich aus Sicht der Sicherheitsdienste so positiv entwickelt hat.

 

cn / as hamburgportal

 

 

Kommentare

Eine Antwort zu “Sicherheitsdienst: Höhere Anforderungen, bessere Perspektiven”

  1. Henne Sch. sagt:
    (5/5)

    Ich habe in den letzten Jahren sehr viel trainiert und suche nach einem Job mit Sinn. Ich gehe oft auf Konzerte und dachte, als Objektschutz anzufangen. Jetzt gibt es zwar keine Veranstaltungen, aber ich denke, wenn es wieder losgeht, kann ich bestimmt viel arbeiten.

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