Kälteeinbruch in Norddeutschland trifft auch Hamburg

Hamburg, den 12.03.2013 um 10:30 Uhr


Kälteeinbruch im Norden sorgt für Chaos in HamburgDer plötzliche Einbruch von Schnee und Eis sorgt für massive Beeinträchtigungen in Hamburgs Straßenverkehr. Mit rund 400 Streufahrzeugen und mehr als 1.000 Mitarbeitern versucht die Stadtreinigung Straßen, Geh- und Radwege sowie Bushaltestellen vom Eis zu befreien. Durch die Minus-Temperaturen bildet sich nach dem Einsatz von Streusalz jedoch sofort wieder neues Eis. Stellenweise werden Hamburgs Wege daher vorerst sehr glatt bleiben. Der Winterdienst in Hamburg ist im Dauereinsatz.

Die Feuerwehr musste bereits mehr als 1.000 Mal in den letzten 24 Stunden ausrücken, um Eiszapfen zu entfernen, umgeknickte Bäume zu sichern und gestürzte Passanten zu versorgen. Der Verkehr leidet besonders stark unter dem massigen Schneefall. Die Wilhelmsburger Reichsstraße wurde gesperrt, der dort verwendete Flüsterasphalt verträgt das Streusalz nicht. Es muss erst eine Spezialmischung aufgebracht werden und ob diese ihre Wirkung erzielt ist noch unklar. Damit bleibt noch offen, wann die Wilhelmsburger Reichsstraße wieder freigegeben werden kann.

Seit Sonntag sind zum Teil mehr als 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. Auf den Autobahnen in Hamburg und Umgebung kam es daher zu kilometerlangen Staus. Darunter auf der A1, A7, A23, A24 und A25. Auf den Straßen zählte die Polizei seit gestern Nachmittag etwa 300 Unfälle. In den meisten Fällen blieb es jedoch bei Blechschäden. Auf der A1 sah es besonders schlimm aus. Bei Barsbüttel schleuderte ein Fahrer mit seinem Lastzug gegen die Leitplanke. Der Anhänger kippte um und vier weitere Lastzüge rutschten in die Unfallstelle. Die Fahrer kamen allesamt mit einem Schock davon und blieben unverletzt. Der Schaden liegt bei mehr als 250.000 Euro. Die Autobahn war bis 15 Uhr gesperrt.

Teilweise erreichten die Schneehöhen auf den Straßen fast einen halben Meter. Auch die Bahnen waren von dem heftigen Wintereinbruch betroffen. Sie mussten mit Weichenstörungen und festgefrorenen Türen kämpfen. Rund 100 Fahrgäste saßen am Sonntag in einer S3 fest, dazu fiel die Heizung aus und es wurde bitterkalt.

Heute bleibt es weiterhin winterlich. Es wird jedoch kein Schneefall mehr befürchtet.

nh - hamburgportal

 
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