Flughafen Hamburg leidet mit: Flugbegleiter der Lufthansa streiken 24 Stunden

Hamburg, den 07.09.2012 um 09:46 Uhr


Die Flugbegleiter der Lufthansa streiken heute 24 Stunden. Auch der Hamburger Flughafen ist betroffen.Zwei Drittel aller Lufthansa Flüge gestrichen: Deutschland erwartet ein heftiges Verkehrschaos in der Flugbranche. Auch mehrere tausend Passagiere am Hamburger Flughafen sind betroffen. Konkurrenten der Lufthansa und die Bahn müssen heute mit zehntausenden gestrandeten Passagieren rechnen. Heute hat der erste bundesweite Streik der Lufthansa Flugbegleiter begonnen. Ein Sprecher der Gewerkschaft Ufo sagte heute Morgen: „Die Stimmung ist bei den Mitarbeitern gut. Wir sind zuversichtlich." Laut Schätzungen dürften heute etwa 100.000 Passagiere betroffen sein.

Laut einer Liste gestrichener Flüge, auf der Webseite der Lufthansa, wurden rund 1.000 der 1.800 Verbindungen annulliert. Durch 55.000 SMS und E-Mails wurden die Fluggäste bereits von der Lufthansa über Flugausfälle informiert. Gerade zum Ende der Ferien in Süddeutschland stellen sich nun die Konkurrenz der Fluglinie sowie die Bahn auf einen großen Ansturm von Passagieren ein. Die Deutsche Bahn rechnet dabei mit mehreren tausend zusätzlichen Fahrgästen und will alle verfügbaren Züge auf die Schienen bringen. An den Flughafen Terminals wird mit einem eher schwachen Andrang gerechnet.

Die Ufo verursacht mit diesem Streik den bislang größten Ausfall an einem einzigen Streiktag in der Geschichte der Lufthansa. Rund 18.000 Beschäftigte wurden an den Lufthansa-Standorten Hamburg, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, München und Frankfurt zum Streik aufgerufen. Freitags werden von der Airline normalerweise etwa 170.000 Menschen befördert.

In dem seit 13 Monaten währenden Tarifkonflikt fordert die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn, das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung von Jobs. Die Lufthansa bietet bei einer längeren Laufzeit 3,5 Prozent Lohnerhöhung. Zusätzlich plant sie allerdings auch eine konzerninterne Billigtochter mit niedrigeren Gehaltstarifen. Für verbleibende Lufthansa Mitarbeiter sollen die Gehaltsstufen abgeflacht und für Neueinsteiger niedrigere Bedingungen durchgesetzt werden.

Kurz vor dem Streik nahm die Ufo wieder Kontakt zum Management der Lufthansa auf. Nicoley Baublies, Chef der Ufo, sieht zu Beginn des Streiks eine Annäherung zwischen den zwei Parteien. Heute Morgen sagte er: „Wir erwarten uns jetzt tatsächlich auch, nachdem wir den ersten Kontakt ja auch hergestellt haben, dass die Lufthansa sich deutlich bewegt inhaltlich." Die Gewerkschaft erwarte, dass die Airline die Gespräche in den kommenden Tagen vertiefen werde.

nh - hamburgportal

 
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