Hamburg, den 14.09.2011 um 09:37 Uhr
Die zum Sommersemester 2007 eingeführten Studiengebühren, sollen nun wieder abgeschafft werden. Dies beschloss der SPD-Senat in einem Gesetzesentwurf. Bisher haben Hamburger Studenten 375 Euro pro Semester zahlen müssen. Der Senat ist jedoch der Meinung, dass die Möglichkeit zur Aufnahme eines Studiums der Öffentlichkeit zugänglicher gemacht werden soll.
Zum Sommersemester 2007 hatte der damalige CDU-Senat entschieden, dass in Hamburg Studiengebühren in Höhe von 500 Euro eingeführt werden. Nach der Bürgerschaftswahl 2008 und einer dadurch resultierenden Koalition mit den Grünen, wurde dieser Betrag jedoch auf 375 Euro gesenkt. Nun sollen die Studiengebühren ganz abgeschafft werden. Das letzte Wort hat hierbei allerdings die Hamburgische Bürgerschaft. Durch die dort herrschende absolute SPD-Mehrheit, ist die Zustimmung für das neue Gesetz jedoch sicher.
Die Einnahmen, die die Hochschulen bisher durch die Studiengebühren gemacht haben, sollen vollständig ausgeglichen werden. Dies ist maßgeblich dafür, die Studienqualität und -bedingungen an den Hochschulen weiterhin zu stärken und aufrecht zu erhalten. Der Betrag von etwa 38 Millionen Euro soll über den allgemeinen Haushalt der Stadt ausgeglichen werden. Die CDU kritisiert das Vorhaben und warnt vor ungeklärten Finanzierungsfragen.
Zum 1. Oktober 2012, also zu Beginn des nächsten Wintersemesters, sollen die Studiengebühren abgeschafft werden. Dies ist der frühestmögliche Zeitpunkt, zu dem eine Abschaffung möglich ist. Besonders Studienbewerbern aus sozial schwachen Familien soll damit die Angst vor der Aufnahme eines Studiums genommen werden.
nh - hamburgportal
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