Bahnstreik in Hamburg: Auswirkungen auf S-Bahn und DB vom GDL-Streik

Hamburg, den 05.11.2014 um 15:19 Uhr


Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat für den Personenverkehr erneut zu einem Streik von Donnerstag, 6.11.2014 um 2 Uhr bis Montag, 10.11.2014 um 4 Uhr aufgerufen, der sich bundesweit auswirken wird.

Von der GDL wird 5% mehr Gehalt im Jahr bei kürzeren Arbeitszeiten verlangt. Im Zentrum des Konflikts steht dabei, dass die GDL dies nicht mehr nur für die 20.000 Lokführer abverlangen will, sondern auch noch für rund 17.000 Zugbegleiter und Rangierführer. Für diese Gruppe tritt jedoch die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ein. Die DB geht aber nicht auf konkurrierende Tarifabschlüsse ein.

Fahrplan S-Bahn während Streik

Bahnstreik in Hamburg: Verkehrschaos erwartetDie S-Bahn in Hamburg bemüht sich, einen zuverlässigen Fahrplan anzubieten. Als Ziel wurde gesetzt, vorallem die Stammlinien S1, S21 und S3 im 20-30 Minutentakt zu bedienen, sodass das Grundangebot gewährleistet ist. Dennoch sollte eine längere Reisezeit eingeplant werden.

Es ist den Fahrgästen möglich, anteilige Fahrtkostenerstattungen zu beantragen, sofern verlängerte Reisezeiten von mehr als 20 oder gar 60 Minuten entstehen.

Weitere Informationen:

U-Bahnen und Busse des HVV sind vom Streik ausgeschlossen!

Fahrplan Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn während Streik

Die DB erstellt für den Nah- (einschließlich der S-Bahnen) und den Fernverkehr einen Ersatzfahrplan, der es ermöglichen soll, 30% der Züge fahren zu lassen. Für den Fernverkehr tritt der Ersatzfahrplan von Betriebsbeginn am Donnerstag, 6.11.2014 in Kraft und endet am Sonntag den 9.11.2014 um 24 Uhr. Die DB veröffentlicht den Ersatzfahrplan über ihre Fahrplanauskunft.

Pendler-Metropolen: Itzehoe, Elmshorn und Lüneburg

Von Itzehoe und Elsmhorn bietet es sich an, während des Bahnstreiks die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) zu benutzen. Diese wird nicht bestreikt und wird vorraussichtlich ihre Kapazitäten deutlich aufstocken.

Von Lüneburg bietet sich die Nutzung des Metronoms an. Auch dieser ist nicht vom Streik betroffen.

Immer Up-to-Date: Informationsmöglichkeiten

In der Live-Auskunft-mobil und der Live-Auskunft, die 12 Stunden vor Abfahrt verfügbar sind und in der DB Navigator-App sind der aktuelle Stand und Informationen über aktive Züge zu ersehen.

Außerdem ist es möglich sich telefonisch unter der allgemeinen Servicenummer 0180 6 33 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) zu erkundigen. Zusätzlich ist eine kostenlose Servicenummer unter 08000 99 66 33 geschaltet.

Weitere Auswirkungen des Streiks

Trotz des Ersatzfahrplans muss in der gesamten Streikphase mit kurzfristigen Zugausfällen gerechnet werden, deshalb kann es bis zum Montag-Mittag, 10.11.2014  zu weiteren Verspätungen, Ausfällen und Teilausfällen kommen.

Rechte der Fahrgäste: Entschädigungen

Personen, die wegen des Streiks von Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten betroffen sind und ihre Reise dadurch nicht wie geplant umsetzen können, haben die Möglichkeit ihre Fahrkarte und Reservierung innerhalb eines Zeitraumes von 6 Monaten im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen und bei Online-Tickets über www.bahn.de kostenlos erstatten lassen.

Sollte der nächste Zug der fährt höherwertig sein, ist es erlaubt ihn während des Streiks zu nutzen, hierbei wird bei zuggebundenen Angeboten (z.B. Sparpreis-Tickets), die Zugbindung aufgehoben.

Jedoch ist es Personen, die regionale Angebote mit immens ermäßigtem Fahrpreis (Schönes Wochenende-, Quer-durchs-Land- oder Länder-Tickets) und reservierungspflichtige Züge in Anspruch nehmen, nicht erlaubt höherwertige Züge zu nutzen.

Vom Streik betroffene Fahrgäste können, ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der DB, auch von den gesetzlichen Fahrgastrechten Gebrauch machen. Es gelten die tariflichen Umtausch- und Erstattungsbedingungen für Zeitkarten und die Beförderungsbedingungen der jeweiligen Verkehrsverbünde für Verbundfahkarten.

Fahrkarten, die zuggebunden und in der Streikphase gülltig sind, können auch für einem früheren Zeitpunkt gültig geschrieben werden.

Alternativen während des Bahnstreiks

Alternativen zur DB sind private Bahnen (z.B. metronom, AKN, nordbahn, neg, NOB, SHB, VKP, HKX etc.), Fernbusse (meinfernbus, Flixbus etc.) und Mitfahrgelegenheiten (blablacar.de, mitfahrgelegenheit.de etc.). Um den günstigsten oder schnellsten Fernbus zu finden, empfiehlt es sich einen Busvergleich zu nutzen.

jp/ph - hamburgportal

 
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