Was die wenigsten über Hamburg wissen

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Viele eingefleischte Hamburger sind sich sicher, dass sie alles über ihre Stadt wissen. Doch ist das wirklich so? Es gibt einige Dinge, von denen selbst Hamburg-Kenner bisher noch nichts gehört haben. Doch welche Fakten gehören dazu? Mit diesem Wissen punktet man sicherlich beim Small-Talk über die Hansestadt:

Diese Pflanze gibt es ausschließlich in Hamburg

Ja, richtig gelesen: Es gibt ein Pflanze, die nur in Hamburg wächst. Dabei handelt es sich um den Schierlings-Wasserfenchel, den man nur am durch Gezeiten beeinflussten Süßwasser-Ufer der Hamburger Elbe findet. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine kleine Pflanze – wie man vermuten könnte –, sondern um einen wahren Riesen. Der Wasserfenchel ist übermannsgroß und blüht weiß. Im Schlick der Elbe fühlt er sich besonders wohl und ist optimal an die täglichen Überflutungen angepasst.

Diese Hamburger Kirche diente als Pferdestall

Die älteste Pfarrkirche der Hansestadt – St. Petri – wurde zur Zeit der Besetzung Hamburgs durch Napoleons Truppen im Jahr 1813 als Pferdestall benutzt. Damals befahl der französische Marschall Louis-Nicolas Davout, dass diese Kirche neben zwei weiteren als Unterstand für bespannte Artillerie und Kavallerie dienen soll. Insgesamt wurden 2200 Pferde in den Kirchen der Hansestadt bis zum Jahr 1814 einquartiert. Heute lässt sich jedoch nicht mehr erahnen, dass das Gotteshaus damals als Stall diente. Wer sich den prachtvollen Bau anschauen möchte, der muss sich in die Mönckebergstraße begeben, die nicht weit vom Jungfernstieg entfernt ist. Mithilfe eines detaillierten Stadtplans von Hamburg findet man diese und viele weitere Sehenswürdigkeiten schnell. So kann man sich von der Kultur der Elbstadt beeindrucken lassen.

Dieser Bezirk wurde nach einer Kneipe benannt

Der Bezirk Altona hat seinen Namen einer Kneipe zu verdanken, die sich damals wohl allzu nah an der Stadt befand. Aus diesem Grund gab der Wirt der Kneipe den Namen „Altona“: „allzu nah“. So wurde mit der Zeit aus dem Namen für die Kneipe die Bezeichnung für den gesamten Bezirk. Dieser ist mittlerweile so groß, dass er selbst aus 14 Stadtteilen besteht. Dazu zählen unter anderem Ottensen, Altona-Altstadt oder Altona-Nord.

Der Adventskranz ist ein echter Hamburger

Im Jahr 1833 erfand der Hamburger Wichern den Adventskranz, da seine Kinder ständig fragten, wann endlich Weihnachten sei. Damit die Kleinen besser abschätzen konnten, wie lange es noch bis zum Weihnachtsfest dauert, baute er einen Adventskranz aus einem alten Wagenrad, auf dem er 20 rote und vier größere weiße Kerzen befestigte. Nun konnte jeden Tag in der Adventszeit eine weitere Kerze angebrannt werden. Die großen Kerzen wurden an den Adventssonntagen angezündet. So konnten die Kinder die Zeit bis Weihnachten besser abschätzen. Später entwickelte sich dann aus dem traditionellen Wichernschen Adventskrank das heute noch bekannte Modell mit vier Kerzen.

Deutschlands erste asphaltierte Straße befindet sich in der Hansestadt

Im Jahr 1838 wurde in Deutschland die erste Straße asphaltiert – der Jungfernstieg. Dieser befindet sich in der Hamburger Innerstadt am Süd-Ufer der Binnenalster. Der Name der bekannten Straße stammt aus der Zeit, in der diese Straße als Flaniermeile diente, auf der die Familien jeden Sonntag mit den unverheirateten Töchtern unterwegs waren. Diese bezeichnete man als „Jungfern“. So bekam diese Straße den Namen „Jungfernstieg“.

Die größte Turmuhr Deutschlands

Bei der Turmuhr der Hamburger St. Michaelis Kirche handelt es sich um die größte in ganz Deutschland. Mit einem Durchmesser von acht Metern ist das Ziffernblatt ein echter Koloss. Der große Zeiger misst dabei 4,91 Meter und der kleine 3,60 Meter. Von dem 132 Meter hohen Turm der evangelischen Hauptkirche kann man eine grandiose Sicht über die Hansestadt genießen. Von dort sieht man unter anderem die HafenCity oder St. Pauli. Der Barrock-Bau ist eines der Wahrzeichen der Elbstadt, der mit seinen 2500 Sitzplätzen auch gleichzeitig die größte Kirche Hamburgs ist.

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Turmuhr: © miroslav110 _ shutterstock.com

 
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