Lebenshaltungskosten in Hamburg

Wohnen in Hamburg

 
Es ist kaum ein Geheimnis, dass die Lebenshaltungskosten in Großstädten in aller Regel höher sind als beispielsweise auf dem Land. Allerdings gibt es auch unter den urbanen Gebieten Deutschlands erhebliche Unterschiede im Preisniveau.

So liegt München in den regelmäßig veröffentlichten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes stets ganz vorne auf der Liste der teuersten Städte, dicht gefolgt von Stuttgart, Fürstenfeldbruck und Heidelberg. Zwar rangiert Hamburg gewöhnlich nur im Mittelfeld der teuersten Städte, jedoch sind diese Angaben mit einer gehörigen Portion Skepsis zu betrachten. Denn obwohl die Angaben des Statistischen Bundesamtes einen guten Anhaltspunkt für die tatsächlichen Lebenshaltungskosten bieten, stellen sie doch stets nur eine Schätzung der realen Zustände dar. Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten werden nämlich durch eine Art imaginären "Warenkorb" ermittelt, der mit einigen repräsentativen Artikeln und Dienstleistungen gefüllt wird. Das führt natürlich dazu, dass Schwankungen innerhalb des Korbes sehr schlecht dargestellt werden können.

Das ham­bur­gische Preisniveau im Städtevergleich

Der durchschnittliche Hamburger verfügte im Jahr 2014 im Mittel über ein Jahres-Nettoeinkommen von 23.469 EUR, was einen Wert leicht über dem gesamtdeutschen Durchschnitt darstellt. Nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage führt dies natürlich auch zu höheren Preisen, verursacht durch die höhere Kaufkraft. In Hamburg schlägt sich dieser Umstand mit einem Preisniveau nieder, welches etwa 16 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Neuere Studien, welche zur Ergänzung des durchschnittlichen "Warenkorbes" des Statistischen Bundesamtes die Preise für einzelne Produkte und Dienstleistungen unter den Städten verglichen, sind zu interessanten Ergebnissen zu den Hamburger Lebenshaltungskosten gekommen:

So haben die Studien ergeben, dass in Hamburg beispielsweise die Lebensmittelpreise im Bundesschnitt verhältnismäßig hoch liegen. Die Preise für Abendunterhaltung und Kultur sind im Vergleich zur Hauptstadt Berlin (welche insgesamt recht niedrige Lebenshaltungskosten aufweist) zwar verhältnismäßig hoch, jedoch liegen sie weit unter dem Niveau von München oder Stuttgart. Am teuersten erwies sich Hamburg im Hinblick auf den öffentlichen Nahverkehr, in dem eine Monatskarte mit ca. 100 Euro zu Buche schlägt, während sie im ansonsten teuren München wesentlich günstiger zu haben ist.

Wesentlich freundlicher sieht ein Blick auf die Wohnkosten aus. In Hamburg liegen die Mietpreise pro Quadratmeter im Vergleich der Großstädte wesentlich niedriger als beispielsweise in Stuttgart oder München, das hier erneut eine unrühmliche Spitzenposition einnimmt. Auch viele Dienstleistungen sind in der Hansestadt teils deutlich billiger zu haben, wie etwa Werkstatt- oder Handwerkerkosten.

Das Portal vexcash hat neben dieser schönen Infografik auch noch einige informative Hintergrundinformationen recherchiert - den gesamten Artikel gibt es hier zu lesen: www.vexcash.com/blog/lebenshaltungskosten-deutschland-2016/

Das Fazit zu Hamburgs Lebenshaltungskosten

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass Hamburg zwar im Vergleich zu Kleinstädten oder dem Landleben recht hohe Lebenshaltungskosten aufweist, allerdings wird dies durch ein erhöhtes Durchschnittseinkommen wieder ausgeglichen. Im Vergleich der deutschen Großstädte macht die Hansestadt eine gute Figur und lockt mit wesentlich geringeren Kosten als beispielsweise die bayerische Hauptstadt München, welche in fast allen Punkten Spitzenreiter blieb. Der Umstand, dass Hamburg mit einem jährlichen Durchschnitts­einkommen von etwa 23.500 Euro nur unwesentlich höhere Lebenshaltungskosten aufweist als Berlin mit einem Durchschnitts­einkommen von etwa 19.500 Euro, weist auf die gute Situation der Lebenshaltungskosten in Hamburg hin. Die Hansestadt muss also auch den Vergleich mit der als sehr günstig bekannten Hauptstadt nicht scheuen. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass sie im Ranking der deutschen Städte mit der größten Lebenszufriedenheit ebenfalls stets ganz vorne mit dabei ist.

 
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