Sechs wichtige Punkte zum Thema Grundstückskauf

Wer sich den Traum vom eigenen Häuschen erfüllen und dabei lieber neu bauen als kaufen möchte, der steht früher oder später vor der Wahl eines geeigneten Grundstücks. Die Entscheidung, welches Grundstück das richtige ist, erscheint dabei leichter als es wirklich ist, denn neben der reinen Größe gibt es eine Menge Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen. Wenn Sie also in Hamburg und Umgebung eine neue Immobilie bauen möchten und Bauland suchen, beherzigen Sie bitte folgende sechs Punkte. 

Baugrundstücke in Hamburg kaufen

 

1. Gewachsene Wohngebiete oder Neubauland?

Meist ist die Suche nach einem Grundstück für den Hausbau gleichbedeutend mit der Suche nach der zukünftigen Heimatumgebung. Bauen Sie in der Absicht, das Haus dann selbst zum Wohnen zu nutzen, stellt sich also die Frage, wo das Grundstück liegen soll. Für Neubauten ausgewiesene Flächen sind meist günstiger, werden mit modernsten Mitteln erschlossen und bieten viel Platz. Baulücken in gewachsenen Wohngebieten hingegen befinden sich oft in bester Lage und bieten die bessere Infrastruktur. In beiden Fällen sollten Sie sich jedoch die Umgebung vor allem aus persönlicher Perspektive anschauen, denn schließlich sollen Sie dort womöglich jahrzehntelang wohnen.

2. Kaufen und pachten

Grundsätzlich ist es möglich, Bauland auch nur zu pachten statt es zu kaufen. In der Regel führt dies aber zu rechtlichen Komplikationen, wenn ein Bauwerk auf dem Grundstück errichtet werden soll. Deshalb wird ein Grundstück zum Bebauen in der Regel gekauft. Der Nachteil am Kauf sind die relativ hohen Kosten zusätzlich zu den Baukosten. Es gibt allerdings die Möglichkeit, das sogenannte Erbbaurecht eines Grundstücks zu erwerben. Hier zahlt man lediglich den Erbbauzins an den Eigentümer und erhält für sehr lange Zeiträume das Bau- und Nutzungsrecht.

3. Von Kommune oder Gesellschaft kaufen

In der Regel kauft man ein Grundstück entweder von einem privaten Eigentümer, einer Baulandentwicklungsgesellschaft oder direkt bei der Kommune. Letztere hat den Vorteil, dass sie de facto insolvenzfest ist und meist die attraktivsten Angebote hat, da der Fokus bei der öffentlichen Verwaltung nicht auf Gewinnmaximierung steht. Trotzdem gilt es bei allen Offerten, vorsichtig zu sein und sich alle nötigen Informationen von unabhängigen Gutachtern (Immobilienmakler, Architekt oder Bauberater) einzuholen oder bestätigen zu lassen. 

4. Welche Größe ist die Richtige?

Umso größer, umso besser? Nicht unbedingt, denn neben den hohen absoluten Kosten für ein großes Grundstück bedeutet viel Fläche oft auch viel Arbeit. Wer 1000 Quadratmeter Rasenfläche hat, der muss die nämlich auch mähen und pflegen. In jedem Fall sollte neben dem Traumhaus auch noch ein wenig Garten übrigbleiben, vor allem, wenn Kinder oder Haustiere vorhanden sind. Je größer das Haus werden soll, umso mehr verringert sich entsprechend die freibleibende Fläche. Beziehen Sie dies in Ihre Planung mit ein und schreiten Sie ruhig einmal ähnlich große Flächen ab. 200 Quadratmeter wirken in der Realität meist viel kleiner als die abstrakte Zahl in der Theorie vermuten lässt.

5. Welche Infrastruktur ist wichtig?

Vor allem in ländlichen Gegenden spielt die infrastrukturelle Erschließung eine gewichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen ein Grundstück. Interessanterweise sind viele ländliche Regionen jedoch oft besser versorgt als so mancher Großstadtteil. Trotzdem ist es ratsam, beispielsweise Verbindungsgeschwindigkeiten vorab zu messen, sonst sitzt man am Ende in seinem Traumhaus vor einem ruckelnden Stream oder hat dauernd Internetausfälle. Analog dazu sollten natürlich auch Verkehrsanbindungen vorhanden und die Erreichbarkeit von Schule, Kita und Einkaufsladen gewährleistet sein. Vorsicht gilt bei nahen Lärmquellen, etwa Autobahnen oder Flughäfen.

6. Bauvorschriften und Bebauungsplan

Natürlich kann man in Deutschland nicht einfach wild drauflosbauen. Es gilt, Bauvorschriften einzuhalten und den sogenannten Bebauungsplan zu befolgen. Diesen Plan zu kennen und zu befolgen ist eminent wichtig. Lassen Sie sich alle Zugeständnisse und Antworten auf konkrete Anfragen vom Bauamt schriftlich geben und konsultieren Sie einmal mehr einen Architekten oder Bauberater, bevor Sie ein Grundstück erwerben, auf dem Sie die Hälfte Ihrer Träume gar nicht verwirklichen dürfen.

 
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