Die Möglichkeiten einer Korrektur von Sehbeeinträchtigungen

Das Problem der Fehlsichtigkeit, in all ihren Ausprägungen und Formen, ist ein gesellschaftliches Problem. Mit steigendem Alter werden die Probleme sichtbar, vor allem nicht erkannte leichte Fehlstellungen können sich mit der Zeit herausbilden und verstärken. Grundsätzlich werden alle Sehfehler unter diesen Begriff gefasst, also etwa die Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit. Die Trivialbezeichnung für altersbedingte Beeinträchtigungen ist folgerichtig deshalb die Alterssichtigkeit. Dank technischer Fortschritte und neuer Behandlungsansätze wurden in den letzten Jahren viele dieser Sehfehler behandelbar. Das umfassendste und sicherste Verfahren bietet sich mit der Laserbehandlung. Hier wird zwischen mehreren Verfahren unterschieden.

Augenfehlstellung bei Kindern

Abb. 1: Fehlstellungen der Augen in jungen Jahren (Quelle: pixabay.com © Pezibear (CC0 Public Domain)

Beim LASIK-Verfahren wird die Hornhaut modelliert

Die Laserbehandlung mittels des LASIK-Verfahrens ist die mit Abstand am Häufigsten angewandte Variante der Augenkorrektur. Dieser Begriff steht für Laser-in-situ-Keratomileusis, diese Anwendungsmethode ist eine effektive Alternative zu Sehhilfen wie der Brille oder auch Kontaktlinsen. Als Teil der refraktiven Chirurgie kommt diese Methode seit Anfang der 1990er zur Anwendung. Gewebe in der Hornhaut wird abgetragen, wodurch sich die Hornhautkrümmung verändert. Hierzu wird eine Lamelle geöffnet und geschnitten, der sogenannte Flap, wodurch mehrere Behandlungsansätze umgesetzt werden können. Denn je nach Bedarf kann die Hornhaut entweder abgeflacht werden oder sie wird weiter gewölbt, was durch tiefergehende Abtragungen erfolgt. Dies ist bei der Korrektur einer Weitsichtigkeit der Fall. Anders sieht das Vorgehen bei einer Hornhautverkrümmung aus. In mehreren Schritten wird dabei die Hornhaut gleichmäßig eben und kugelförmig gestaltet.

Aus Patientensicht liegen die Vorteile in einer schnellen, teilweise sogar ambulant durchführbaren Behandlung und der geringen Anzahl möglicher Komplikationen. Nebenerscheinungen wie tage- oder wochenlange Arbeitsausfälle sind die Ausnahme, im Regelfall sind zwei Krankentage hierfür nötig. Auch den individuellen Empfindungen bezüglich einer Narkose wird entgegengewirkt. Die örtliche Betäubung macht das Ganze schmerzfrei und damit vor allem jenen Menschen zugänglich, die seit Langem unter Sehbeschwerden leiden.

Die Methode wird durch Standardisierung sicherer

Als bevorzugte Methode der Laserbehandlung lässt sich LASIK höchst umfassend bewerten. Regelmäßige Studien haben den Arbeitsablauf und die Sicherheitsstandards in den letzten Jahren optimiert und erhöht. LASIK ist eine Weiterentwicklung der in den 1980ern dominierenden Laserbehandlung nach der PRK-Methode. Dennoch eignet sie sich nicht prinzipiell zur Behandlung aller Sehbeeinträchtigungen. Seit Ende der 1990er gibt es daher mit LASEK eine Alternativmethode. Im Unterschied zu LASIK wird hierbei auf einen Einschnitt in die Hornhaut verzichtet. Das zur Korrektur nötige Gewebe wird hingegen durch Abtragen innerhalb der oberen Hornhautschicht gewonnen. Vor allem bei erblich bedingter Fehlsichtigkeit wird daher LASEK bevorzugt angewandt. Außerdem kommt diese Methode bei einer mangelnden Hornhautdicke oder störenden Hornhautnarben zum Einsatz. Dementsprechend sind die Komplikationen auch andere, vor allem in den ersten beiden Tagen nach dem Eingriff sind Schmerzen die Regel. Sie werden durch Augentropfen gemindert, deren Anwendung bis zu drei Monate nötig werden kann.

Trotz dieses verlangsamten Heilungsprozesses sind die Heilungschancen mit denen von LASIK vergleichbar. Zwar schwankt das Sehvermögen innerhalb der ersten paar Wochen nach dem Eingriff, dennoch ist die Sache in 95 Prozent der Fälle mit dem ersten Eingriff erledigt. In einigen Fällen treten sogenannte Über- oder Unterkorrekturen auf, gegebenenfalls muss dann ein zweites Mal operiert werden.

Der Ablauf einer LASIK-OP

Wie eingangs erwähnt, bedarf die LASIK-OP keiner Einweisung in das Krankenhaus. Sie wird ambulant durchgeführt. Führende Kliniken wie smileeyes.de bieten gar regelmäßige Infoabende an. In diesen werden auch patientenbezogene Fragen erläutert und beantwortet. Vor allem in schwierigen Fällen empfiehlt sich eine zweite Meinung. Sind alle Formalitäten erledigt und Untersuchungen abgeschlossen, wird die LASIK-OP zu Realität.
Der Eingriff selbst dauert im Regelfall wenige Minuten. Aufwendig sind die Vor- und Nachbereitung sowie die Pflegeaufwendungen im Anschluss daran.
Im ersten Schritt wird das zu behandelnde Auge vollständig gereinigt und anschließend mit einer örtlichen Betäubung stillgelegt. Damit während des Eingriffs keine Beeinträchtigungen des Operateurs möglich sind, wird das Auge mittels eines Lid-Speculums fixiert. Das ist eine Art Spreizer, der das Auge über die gesamte Dauer des Eingriffs offen hält. Analog wird ein Saugring angesetzt, damit sich die Position des Auges nicht verändern kann.
Im zweiten Schritt wird mittels eines Mikrokeratoms in die obere Hornhaut geschnitten. Das ist eine Art Hobel der benötigt wird, um den Hornhautdeckel (Flap) zu öffnen. Wird er nun seitlich eingeklappt, ist der zu behandelnde Bereich des Auges freigelegt.
Der Folgeschritt basiert auf einer zumeist computergestützten Bearbeitung des Lasers. Dieser arbeitet höchst präzise und nach den zuvor programmierten Daten. Hornhaut kann so zielgerichtet und sauber entfernt werden.
Zuletzt wird der Flap gelöst und durch den Operateur zugeklappt. Der Bereich wird dadurch mittels eines Deckels geschützt, die Nachsorge beginnt im Regelfall zwei Tage später. Die Beeinträchtigungen verschwinden mit diesem Tag.

Fazit

Die Augenlaserbehandlung hat durch LASIK eine sehr hohe Erfolgsquote hervorgebracht. Komplikationen treten in weniger als einem Prozent der Behandlungen auf. Und auch solche Komplikationen lassen sich in einer zweiten Behandlung zumeist korrigieren. Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist die routinierte Behandlung und die computergestützte Bearbeitung der Hornhaut. Hamburg bietet ein vielfältiges Angebot an Spezialkliniken. Je nach Behandlungsansatz und Behandlungsmethode lohnt sich der Vergleich. Hinsichtlich der Kosten und des Umfangs der möglichen Behandlungen bietet LASIK das mit Abstand höchste Maß an Sicherheit und Kosten-Nutzen-Verhältnis.

vm / as hamburgportal

 

 

Kommentare


Martina W. 5schrieb am: 03.06.2016 um 13:53 Uhr
"Hallo, ich habe mal eine Frage was die Korrektur von Hornhautverkrümmung betrifft. Ich war bisher eigentlich immer der Meinung, dass nur normale Sehschwächen mit einer Laserbehandlung zu beheben sind. Jetzt habe ich aber hier gelesen, dass es auch möglich ist Hornhautverkrümmungen zu behandeln. http://www.augenportal.de/augenheilkunde/hornhautleiden-keratokonus/ Ist das richtig? Kann man so etwasbeheben? Ich bin eigentlich bisher davon ausgegangen, dass man bei eine Hornhautverkrümmung nur nur die eventuell zusätzlich bestehende Sehschwäche beheben kann. lg Martina"

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